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24. August 2012

Die Lok 7 ist wieder daheim

Die Freunde der Kandertalbahn überführen die 105 Jahre alte Maschine von Staufen nach Kandern.

  1. Geschafft: Pressesprecherin Jutta Trautwein freut sich. Foto: Markus Maier

  2. Letzte Hand legt Wolfgang Hugenschmidt von der Betriebsleitung an. Foto: Markus Maier

  3. Dokumentierte das Ganze: Projektleiter Wolfgang Schleef. Foto: Markus Maier

  4. Im Mai 1959 war der letzte Lokomotiven-„TÜV“. Foto: Markus Maier

  5. Keinerlei Probleme hatte der Schwertransport auf seinem Weg von Staufen nach Kandern. Der Schornstein der Lok 7 musste allerdings vorsorglich abgebaut werden. Foto: Markus Maier

  6. Kommt eine Lok geflogen: Vom Tieflader heben ist eine Sache – auf die Schiene bringen eine andere. Foto: Markus Maier

  7. Foto: Markus Maier

KANDERN. "Ankunftsmeldung 12.50 Uhr": Mit dieser knappen Durchsage des stellvertretenden Betriebsleiters Wolfgang Hugenschmidt ging gestern die Überführung der Lok 7 von Staufen in den Bahnhof Kandern erfolgreich zu Ende.

In Staufen stand die Lok 7, die bis 1966 noch zwischen Bad Krozingen, Staufen und Münstertal beziehungsweise auch Sulzburg im Einsatz war, zuletzt als Technikdenkmal jetzt den Ausbauplänen der Münstertalbahn samt Elektrifizierung und Schaffung neuer Haltepunkte im Weg. Die Idee, die 105 Jahre alte Lok, die in der Fauststadt in Wind und Wetter langsam zu verrotten drohte, nach Kandern zu holen, wo sie Anfang des 20 Jahrhunderts mit zwei baugleichen Tenderlokomotiven gleichen Typs im Einsatz war, ist nicht neu: Seit 2002 bemühen sich die Freunde der Kandertäler Museumsbahn um die Maschine, die einst bei Borsig in Berlin-Tegel gebaut worden war. "Letzten Freitag haben wir Bescheid gekriegt, dass wir die Lok abholen können", sagte Wolfgang Hugenschmidt, der zusammen mit seinen Eisenbahnfreunden in der Kürze der Zeit die Abholaktion organisierte, die wie am Schnürchen lief: Ohne jegliche Zwischenfälle ging der Transport der 23 Tonnen schweren Lok über die Bühne. Dafür sorgte die Umkircher Spezialfirma für Schwertransporte, Knöbel. Lediglich der Schornstein der Lok musste abgebaut werden: "Sonst wäre der Transport über vier Meter hoch gewesen, und wir hätten eine Polizeibegleitung gebraucht", sagte Hugenschmidt. In Kandern schließlich nahm der Lohmüller-Kran aus Lörrach den Stahlkoloss an den Haken, den helfende Hände auf die Gleise bugsierten. Schließlich wurde das nicht mehr rollfähige Gefährt mit Dieselpower in den Lokschuppen geschoben. Dort wollen die Eisenbähnler die alte Lok 7 nach Möglichkeit wieder funktionstüchtig herrichten.

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Autor: Markus Maier