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20. Oktober 2012

Umfahrung Rümmingen

EIN WORT DAZU: Zurück auf Los

Für die Rümminger Bürger, allen voran für jene, die sich seit Jahrzehnten für eine Umfahrung der Ortschaft engagieren, könnte es eine bittere Erfahrung werden. Noch vor wenigen Tagen hatten sie davon ausgehen können, dass sie sich mit ihrem Anliegen quasi auf der Zielgeraden befinden, nachdem sich alle Beteiligten auf eine Variante verständigt hatten. Der Landkreis war sogar bereit, Geld für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung in die Hand zu nehmen. Dann kam das böse Erwachen: Zunächst flog die Umfahrung aus dem vordringlichen Bedarf, frühestens nach 2019 könnte sie nach dem Stand der Dinge realisiert werden könnte. Nun noch die Hiobsbotschaft, dass die Umfahrung alle Versuche, eine Regio-S-Bahn durchs Kandertal rollen zu lassen, zunichte machen würde – ein Preis, der selbst aus Rümminger Sicht zu hoch wäre. Da hilft es wenig, dass die Planer beim Verkehrsministerium noch Verhandlungsspielraum über Ausnahmegenehmigungen sehen. Wenn die Zahl der notwendigen Befreiungen vom Normalfall zu groß wird, die in Rümmingen bei der Steigung der Straße anfangen und über die schienengleichen Bahnübergänge bis zum Ausbau der Regio-S-Bahn gehen, sinken die Erfolgsaussichten für das Vorhaben ganz beträchtlich. Da wäre es am Landratsamt gewesen, den Bürgern reinen Wein einzuschenken, statt Hoffnungen zu schüren, die wohl kaum eingelöst werden können.

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Autor: Ulrich Senf