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11. Januar 2012

Irrfahrt, weil Navi versagt

Wagenlenkerin wird erst nach Stunden aus einer wahrlich verfahrenen Situation befreit.

  1. Wenn das Navigationsgerät – ob mit dem Auto oder zu Fuß – nicht mehr aus dem finsteren Forst hilft, ist guter Rat teuer. Foto: Rolf Müller

KANDERN/MALSBURG-MARZELL (BZ). In eine überaus missliche Lage geriet eine Autofahrerin am Montagabend im hinteren Kandertal. Weil das Navigationssystem in ihrem Auto komplett versagte, hing die Wagenlenkerin stundenlang im Forst fest.

Die Frau war nach Angaben der Polizei gegen 19.45 Uhr mit ihrem Pkw unterwegs. In ihrem Navigationsgerät hatte sie ihren Wohnort in Kandern als Zielort eingegeben.

Ohne jegliches Misstrauen folgte die Frau den Anweisungen aus dem Navigationsgerät. Das Navi leitete die Frau schließlich in ein Waldstück zwischen Vogelbach, Sitzenkirch und Kandern. Bevor die Frau merkte, dass ihr Navi offenbar die Orientierung verloren hatte, steckte sie mit ihrem Fahrzeug auch schon auf dem Waldweg fest. Getreu dem Motto "Wenn es schlecht läuft, läuft’s richtig schlecht", blieb der festgefahrene Pkw nicht das einzige Missgeschick, das die Frau ereilt hatte. Sie war völlig ortsunkundig und hatte jegliche Orientierung verloren. Als sie nun mit ihrem Handy die Polizei verständigen wollte, stellte sich zudem heraus, dass sie keine Netzverbindung hatte. Nur bruchstückhaft war es ihr möglich, über Notruf ihr Problem zu schildern. Die Folge war nun eine mehrstündige Suche nach der steckengebliebenen Autofahrerin. Immer wieder versuchte sowohl die Polizei, als auch die Frau telefonisch Kontakt aufzunehmen. Immerhin konnte der zuletzt kontaktierte Sendemast ermittelt werden. So war es zumindest möglich, den gröberen Aufenthaltsbereich der Frau festzulegen. Die Einsatzzentrale der Polizeidirektion konnte schließlich – es war bereits weit nach Mitternacht – die Geo-Daten des vermeintlichen Standorts ermitteln. Dieser befand sich in einem Waldgebiet auf Gemarkung Vogelbach. Die Streifen fuhren in diesen Bereich und überprüften die dortigen Waldwege. Gegen 3.30 Uhr wurde die Frau schließlich mit ihrem Pkw in einem völlig unwegsamen, steilen Waldstück aufgefunden. Die Frau war zwar müde, aber sonst wohlauf. Wie die Frau mit ihrem Pkw in dieses Waldstück gelangen konnte, bleibt ein Rätsel, denn selbst der allradgetriebene Landrover, der zur Unterstützung hinzu gerufenen Bundespolizei hatte die größten Schwierigkeiten, diesen Weg zu befahren. Das Fahrzeug konnte schließlich freigeschleppt werden, und die Frau wurde von einer Streife nach Hause geleitet.

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Autor: bz