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23. Dezember 2013

Kosten machen es Reitvereinen schwer

Richard Bayha schwebt vor, eine Sportstiftung für hoffnungsvolle Reittalente einzurichten.

  1. Die besten Nachwuchstalente der PSG (v.li): Elena Huesmann, Magdalena Tanner, Franca Caspari, Steffi Otto, Annika Zerrer, Leonie Ritter, Delphine Jahn, Anna Christ, Larissa Gehrmann, Edda Lehmann und Nico Leber. Foto: Ines Bode Foto: Ines Bode

KANDERN (inbo). Wie sehr die Vereinsmitglieder der Pferdesportgemeinschaft (PSG) des Hofguts Kaltenherberge um den Nachwuchs bemüht sind, zeigte sich bei der Hauptversammlung. Der Nachwuchs brauche die motivierende Unterstützung des Vorstands, resümierte der zweite Vorsitzende Richard Bayha. Ihm oblag die Versammlungsleitung, weil der Vorsitzender Bernhard Schwörer verhindert war. Gleich in den ersten Wochen des neuen Jahres wolle man einiges auf den Weg bringen, so Bayha.

Zum Thema Nachwuchsförderung möchte man am Freitag, 31. Januar, ein Treffen anberaumen. Besprechen wolle man dabei Einzelheiten zu möglichen Unternehmungen, etwa einem Besuch im Lörracher Kletterwald, so Bayha. Angedacht sei auch ein Ferienprogramm samt Busausflug. Weiter möchte man einen Dressurlehrgang anbieten, der bis Ende März über die Bühne gehen soll. Außerdem soll über weitere Freizeitveranstaltungen wie etwa eine Disco beraten werden.

Darüber hinaus ging Richard Bayha auf die beiden Turniere im Frühjahr 2014 ein. Ein kleines findet vom 4. bis 6. April statt. Es richtet sich vor allem an Kinder und junge Reiter. Bisher mussten die jungen Leute mit der Halle vorliebnehmen, wenngleich es letztlich alle hinaus auf den großen Platz zieht, was sowohl für Klasse E (Einsteiger), als auch die Klasse A (Anfänger) gilt. Diesem Wunsch möchte man nun Rechnung tragen und nach draußen wechseln. Um den Ablauf etwas zu entspannen, dehnt man das Turnier auf Freitag als zusätzlichem Turniertag aus. Gleiches gilt für das Frühjahrsturnier vom 11. bis 13. April. Der Termin gelte als Möglichkeit, den Kader Baden-Württembergs zu sichten, so der Hinweis Bayhas. Am Start sei die Landeselite, die Prüfungen enthielten Schwierigkeitsgrade bis zum Zweisterne-S-Springen.

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Bayha betonte, dass man die Nachwuchsprüfungen an Samstagen und Sonntagen anbiete. Dadurch erwarte man höhere Zuschauerzahlen und somit auch eine bessere Wahrnehmung des Sportereignisses. Schließlich lebe der Sport auch vom Publikum. Zudem wolle man an das erfolgreiche Herbstturnier anknüpfen.

Wohl wegen des immensen Pensums übers Jahr hinweg kam dem zehnjährigen Vereinsbestehen 2013 nur eine geringe Bedeutung zu.

Zu den Kritikpunkten gehörten Erschwernisse für Eltern, was die Reitausbildung angeht. Dass der Erwerb des Basis-Passes für das Reitabzeichen bis zu 300 Euro teuer sein kann, sei nicht für alle vertretbar: "Manchem im Verband ist ist nicht klar, was das bedeutet", vermutetete Bayha. Kritik gab es auch mit Blick auf die Finanzierung und Organisation von Turnieren. Stehen für sportlich höher angesiedelte Turniere bisweilen vergleichsweise enorme Summen zur Verfügung, zeigten sich Funktionäre dem Basiskader gegenüber wenig aufgeschlossen, hieß es.

Am Rande berichtete Bayha als Ideengeber von den dreijährigen Bemühungen, eine Sportstiftung Südbaden für hoffnungsvolle Talente einzurichten. Im Boot säßen bereits Justizminister Rainer Stickelberger und der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster. Gefragt sei nach wie vor die Mitwirkung vieler Unterstützer. Denn kleine Vereine seien wegen hoher Abgaben und Gebühren oft nur bedingt handlungsfähig.

Einen freudigen Anlass bot das erfolgreiche Abschneiden der jungen Reiter in der letzten Saison. Neben einer Mädchenriege gehörte dazu auch Hoffnungsträger Nico Leber. Der Maulburger vom RV Steinen-Wiesental ist zeitgleich Mitglied der PSG.

Mitglieder: 145 Mitglieder, wovon 100 zu den Zöglingen im Alter zwischen fünf und 21 Jahren gehören.

Autor: inbo