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09. Februar 2012

Lena Zacheus hört auf

Nach zwei Jahren muss der evangelische Kirchenbezirk Kandertal Jugendarbeit wieder neu regeln.

  1. Auch in die Diskussion des runden Tisches zur Jugendarbeit in Kandern hatte sich die scheidende Kandertäler Jugenddiakonin Lena Zacheus (rechts) mit Engagement eingebracht: Unser Bild zeigt sie im Gespräch mit der Anwohnerin des Kanderner Jugendzentrums Downtown, Elke Schmidle, im Sommer letzten Jahres. Foto: Markus Maier

KANDERTAL. Die evangelischen Gemeinden im Kirchenbezirk Kandertal, der von Wittlingen bis Malsburg-Marzell reicht, müssen ihre Jugendarbeit neu ausrichten. Grund ist der Weggang von Gemeindediakonin Lena Zacheus (28), die in ihrem angestammten Berufsfeld als Diakonin zum 1. April eine neue Aufgabe mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit bei der evangelischen Kirchengemeinde in Schopfheim antritt.

Neu gesprochen werden muss im Zuge der Stellenwiederbesetzung für die Kandertalgemeinden auch deren Dotierung. Die Aufgabe für die elf Kirchengemeinden im Kandertal war zunächst, als sie noch von Lena Zacheus’ Vorgänger Fritz Schmidt wahrgenommen worden war, als Halbtagsstelle (finanziert von der Landeskirche) vergütet worden.

Lena Zacheus trat schließlich vor zwei Jahren eine Ganztagsstelle an, nachdem die andere Hälfte der Finanzierung von den Kirchengemeinden und assoziierten Vereinen und Einrichtungen, wie etwa der Kirchlichen Sozialstation Markgräflerland in Kandern, finanziert worden war.

Ob dieses Finanzierungsmodell auch in Zukunft Bestand haben werde, müsse sich weisen, sagte auf Anfrage der Badischen Zeitung gestern Kanderns Gemeindepfarrer Matthias Weber. In Kandern hatte Lena Zacheus, die in Lörrach wohnt, im Gemeindehaus ("Luthersaal") ihr Büro.

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Lena Zacheus hatte nicht nur in der kirchlichen Jugendarbeit – etwa beim Kaderner Konfirmandenprojekt "Jung und alt" – ganz neue Akzente gesetzt,sondern sich beispielsweise im vergangenen Jahr auch eingebracht in die Neukonzeption der Jugendarbeit in der Töpferstadt, wo sie am "Runden Tisch" mitarbeitete.

Natürlich falle es ihr nicht leicht, im Kandertal in zwei Jahren Aufgebautes so einfach hinter sich zu lassen, sagte Lena Zacheus der Badischen Zeitung. Auf der anderen Seite reize natürlich auch die neue Schwerpunktaufgabe "Jugendarbeit" bei St. Michael in Schopfheim – zumal die Schopfheimer Gemeinde "komplexer" organisiert sei, wie Lena Zacheus es der Badische Zeitung gegenüber formulierte.

St. Michael in Schopfheim besteht aus eben der evangelischen Kerngemeinde der Markgrafenstadt und aus der Stadtteilgemeinde Eichen. In einer Dienstgemeinschaft sind zudem die evangelischen Schopfheimer Stadtteilgemeinden Fahrnau und Wiechs (wie auch Langenau) unter der Obhut von St. Michael (benannt nach der alten Schopheimer Stadtkirche) organisiert. Im Vergleich dazu: Im Kandertal betreut Lena Zacheus noch bis 1. April elf Kirchengemeinden.

Wie es nach dem 1. April im Kandertäler Bezirk konkret weiter geht in Sachen "Jugendarbeit" kann auch Dekanin Bärbel Schäfer noch nicht sagen. Nicht möglich sein werde es wohl, bereits zum 1. April die Stelle nach Lenau Zacheus’ Weggang gleich wieder zu besetzen. Auf die Jugendarbeit dort werde der Jugendreferent für den westlichen Teil des Dekanatsbereichs, Jörg Mauch, zunächst "ein Auge haben", sagte Schäfer der BZ.

Auch sie wolle den Arbeitsbericht von Lena Zacheus erst einmal abwarten, bevor mit den Kirchengemeinden und den Förderern, die bisher die halbe Stelle der Kanderäler Jugendarbeit zu einer ganzen aufgestockt haben, konkret in Verhandlungen darüber, wie die bisherige Arbeit weitergeführt werden soll, eingetreten werden könne, sagte Bärbel Schäfer abschließend.

Autor: Markus Maier