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15. Juli 2011

Schulsozialarbeit ist auf gutem Weg

Cynthia Dörfler zieht zum Ende dieses Schuljahres positive Bilanz / Vorfall vom Mittwoch bestätigt gutes Krisenmanagement.

  1. ... dass am Schulzentrum nichts in Schieflage gerät . Foto: M.Raab/M. Maier

  2. Cynthia Dörfler soll dafür sorgen... Foto: Markus Maier

KANDERN. Sie hat ein Prinzip, nach dem sie lebt und am dem sie ihren Beruf orientiert: "Wenn Du einem armen Menschen begegnest, schenke ihm nicht einen Fisch zum Essen, sondern zeige ihm, wie man angeln kann". Das chinesische Sprichwort macht die Hilfe zur Selbsthilfe zur Maxime. Und danach verfährt Cynthia Dörfler, die auf ihr erstes Schuljahr als Schulsozialarbeiterin am Kanderner August-Macke-Schulzentrum (AMS) zurückblicken kann.

Ein Schuljahr, in dem die 24 Jahre alte studierte Sozialpädagogin schon einiges bewegen konnte an der Kanderner Bildungseinrichtung, die an die 500 Haupt- und Realschüler besuchen.

Ein Schuljahr allerdings, das – bei allem Erfolg – wohl mit einem negativen Erlebnis verbunden bleiben wird. Das deshalb, weil ein Schüler am Mittwoch mit seiner Besteigung des Schulhausdaches einen allerdings glimpflich abgelaufenen Rettungseinsatz notwendig machte (wir haben berichtet). Ein Vorfall, der – so Cynthia Dörfler – deutlich mache, wie wichtig Schulsozialarbeit auch in Kandern ist. Und der auch gezeigt habe, dass das Krisenmanagement an der Schule in derlei Fällen gut funktioniere, so Dörfler.

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Auch vor diesem Hintergrund sieht Cynthia Dörfler ihre Aufgabe in der Töpferstadt längerfristig angelegt, wie sie gegenüber der Badischen Zeitung im Gespräch deutlich machte. Dies, obwohl sie über die Lörracher Dieter Kaltenbach-Stiftung lediglich über einen Einjahresvertrag an der AMS beschäftigt ist.

Eine ihrer Aufgaben sieht sie auch in der Vernetzung der Jugendarbeit in der Stadt. Das biete sich nachgerade an, weil ihr Arbeitgeber, die Kaltenbach-Stiftung, vom kommenden Monat an auch die städtische Jugendarbeit betreut, deren wichtiger Baustein das noch immer geschlossene Jugendzentrum Downtown ist. Ihr Schwerpunkt allerdings ist und bleibt die Sozialarbeit an der AMS. Hier hat die leidenschaftliche Volleyballerin und Snowboarderin nicht nur in Einzelgesprächen mit Schülerinnen und Schülern, sondern auch über Projekte mit Klassen und Schülergruppen neue Anstöße gegeben, wie man mit den unterschiedlichsten Themen wie etwa Mobbing und Schulangst oder Suchtverhalten, aber etwa auch mit dem Thema Sexualität, umgehen kann. Dabei sehe sie sich in Problemfällen vor allem als Mittlerin, wie Cynthia Dörfler sagt – mit der Aufgabe, weiterzuhelfen und Hilfsangebote aufzuzeigen, etwa übers Jugendamt oder auch über psychosoziale Beratungsstellen. Sowohl zu Schülern, als auch zu Lehrern und Eltern habe sie vertrauensvolle Verbindungen aufbauen können im ersten Schuljahr, das übernächste Woche zu Ende geht, so Cynthia Dörfler. Angefangen von einem gelungenen pädagogischen Tag zusammen mit dem Lehrerkollegium am Beginn ihrer Tätigkeit, bis hin zum Anruf einer Großmutter, die sich freute, dass ihr Enkel "wieder in gute Bahnen" gelenkt worden sei, wie sich die Sozialarbeiterin erinnert.

Autor: Markus Maier