Weichenstellung für S-Bahn im Kandertal

hf

Von hf

Fr, 07. Oktober 2016

Kandern

Bahn sichert Anbindung zu.

KANDERTAL (hf). Um die langfristige Weichenstellung für die Wiederbelebung der Kandertalschienen durch eine Regio-S-Bahn ging es am Donnerstag bei einem Besuch des Bundestagsabgeordneten Armin Schuster und seines Kollegen Patrick Rapp aus dem Landtag (beide CDU) in Haltingen. Im Infocenter der Bahn trafen sie mit Bürgermeister Christian Renkert, Vertretern der Nahverkehrsinitiative Kandertal und hochrangigen Abgesandten der Deutschen Bahn, darunter der Konzernbevollmächtigte für Baden-Württemberg, Sven Hantel, zusammen.

Renkert schilderte kurz den Projektstand: Man habe die Erschließung des Kandertals durch eine Regio S-Bahn für das trinationale Förderprogramm zur Weiterentwicklung der Agglomeration Basel angemeldet. Voraussetzung dafür sei, dass ein Leitbild entwickelt werde, das Auskunft darüber gebe, wie sich die Kandertalgemeinden ihre langfristige Entwicklung vorstellen. Um dieses Leitbild wiederum fundiert voranbringen zu können, sei es wichtig zu wissen, ob und wie die Kandertalschienen ans Netz der Deutschen Bahn angebunden werden.

Hierzu bekräftigten Hantel und Projektabschnittsleiter Michael Scheck, dass die DB die im Planfeststellungsbeschluss von 2010 erteilte Auflage, einen Anschluss in Haltingen zu ermöglichen, selbstverständlich umsetzen werde – auch wenn die von Norden her einfahrende Regio-S-Bahn aus dem Kandertal dort auf das Nahverkehrsgleis stößt, auf dem Züge in der Gegenrichtung unterwegs sind.

Gerade deshalb sei eine intelligente Anbindung wichtig, so Renkert weiter, denn davon hänge die später auf der Strecke mögliche Taktung ab. Projektabschnittsleiter Michael Scheck erteilte dem Wunsch Renkerts, zwei Weichen hintereinander zu schalten, aber eine Absage. Aus Platzgründen sei nur eine Doppelkreuzungsweiche möglich. Scheck sicherte zu, die Trassenpläne für Renkert und die Nahverkehrsinitiative offenzulegen, außerdem soll zum Thema Taktung eine Arbeitsgruppe gebildet werden.