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15. November 2017

2000 Eichen für den Auenwald

Betriebsplan 2018: Wald soll Plus von 17 000 Euro erwirtschaften.

  1. Eichen sollen im Auenwald die Eschen ersetzen. In March (unser Foto) sind sie bereits gepflanzt worden. Foto: HORST DAVID

KAPPEL-GRAFENHAUSEN. Der Wald soll im kommenden Jahr wieder ein ordentliches Plus erwirtschaften. Der Betriebsplan für das Jahr 2018, den Forstamtsleiter Bernhard Ihle und Revierförster Bernhard Göppert am Montagabend im Gemeinderat vorgestellt haben, weist einen prognostizierten Gewinn von 17 000 Euro aus. Nach kurzer Diskussion folgte der Rat einstimmig den Vorschlägen der Förster.

Ihle erläuterte, dass der geplante Einschlag von 5000 Festmetern Holz einen Erlös von 357 000 Euro bringen soll: "Das sind im Schnitt 72 Euro je Festmeter und damit ein recht guter Preis." Nach Abzug der Holzerntekosten bleibt ein Überschuss in Höhe von 166 000 Euro. Zu diesen Erlösen aus der Holzernte kommen nur noch kleinere Einnahmeposten aus Zuschüssen für die Kulturen und den Waldschutz, aus der Jagd oder über den Einsatz der Waldarbeiter im Bauhof. Insgesamt rechnet der Forst für das Jahr 2018 mit Einnahmen in Höhe von 477 000 Euro und mit Ausgaben in Höhe von 460 000 Euro, was unter dem Strich dann einen Überschuss in Höhe von 17 000 Euro ergibt.

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Revierförster Göppert nannte die konkreten Zahlen, wie viel und wo im kommenden Jahr geschlagen und gepflanzt werden soll. Von den 5000 Festmetern Einschlag sollen 3000 Festmeter auf den Bergwald entfallen und 2000 Festmeter auf den Auenwald. Im Auenwald sei nach wie vor das Eschensterben das Problem, weshalb das Gros des Einschlags dieser Baumart gilt. Gepflanzt werden sollen im Bergwald 600 Bäumchen, die Mehrzahl davon Douglasien. Im Auenwald sollen 2000 Eichen gepflanzt und mit Tubex-Röhren gegen Fraßschäden geschützt werden. 450 Bäume sollen zur Wertsteigerung geastet werden.

Auf Nachfrage von Bürgermeister Jochen Paleit, was es in diesem Jahr Besonderes aus dem Wald zu berichten gebe, antwortete Göppert: "Insgesamt war das Jahr viel zu trocken. Es hat zwar jetzt am Wochenende 40 bis 50 Liter geregnet, aber der Wald hat das leicht geschluckt." Vor allem an den trockeneren Standorten sei deshalb der Borkenkäfer wieder vermehrt aufgetaucht. "Und das Eschentriebsterben beschäftigt uns nach wie vor stark." Auf die Frage von Clemens Sedler (CDU), ob aus den gewonnenen Ökopunkten aus dem Schutzwald wieder etwas in den Wald investiert wird, antwortete Ihle, dass dies Sache der Gemeinde sei. Man gewinne Ökopunkte durch die Ausweisung von Altholzinseln. Man könne aber auch Ökopunkte erhalten zum Beispiel über Projekte wie der Freilegung von Kieszonen. Dabei müsse man aber etwas investieren. Frank Andlauer (CDU) hatte im Vergleich zu anderen Gemeinden hohe Kosten für die Holzaufarbeitung ausgemacht: "Die Kosten sind zu hoch, da müssen wir drangehen." Er bat darum, diesen Bereich zu prüfen: "Vielleicht können wir da etwas dran drehen."

Autor: Hagen Späth