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18. Februar 2009

Eine BI für die Befürworter

"Bahn an die Bahn" vorgestellt

KAPPEL-GRAFENHAUSEN (eri). "Bahn an die Bahn" heißt die Bürgerinitiative aus Kürzell und Schutterzell, die Klaus Fuhrmann in der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Rathaus Kappel vorgestellt hat.

"Wir wollen informieren und nicht die einen gegen die anderen aufbringen", sagte der Vertreter de BI, der die sogenannte Antragstrasse, also das geplante dritte und vierte Gleis im Anschluss an die bestehenden Bahngleise, fordert. Nun sei auch für die Grafenhausener Erklärung, die elf Gemeinden unterzeichnet haben, ein Forum geschaffen, das via Internet informiere und die Stimmen der Antragstrassen-Befürworter zusammenfasse, sagte Bürgermeister Jochen Paleit, der immer wieder darauf hinweist, dass eine Mehrzahl der betroffenen Gemeinden die Autobahnparallele ablehnt.

Die BI "Bahn an die Bahn" möchte keinen zusätzlichen Flächenverbrauch und neue Betroffenheiten durch eine autobahnparallele Trasse. Gleichzeitig unterstützt sie einen Güterzugtunnel durch Offenburg und optimalen Lärmschutz für die Anwohner der Bündelungstrasse.Die Gemeinderatsmitglieder kommentierten in der Sitzung auch die Diskussion über die Trassenführung: "Das ist kein Umgang untereinander", sagte Walter Batt. Bislang habe sich jede Kommune mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und davon abgelassen, diese den anderen unterzuschieben. Mit der Diskussion um eine mögliche Bahntrasse entlang der Autobahn versuchten benachbarte Gemeinden, ihre Probleme per Federstrich den anderen aufzuzwingen.

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Karl-Heinz Speier zeigte sich enttäuscht von den Äußerungen des neuen Landrats zum Bahnausbau. Brunhilde Gündner machte darauf aufmerksam, dass es lediglich darum gehe, ob eine autobahnparallele Trasse untersucht werden solle, nicht etwa, dass bereits über sie abgestimmt werde. "Wir haben schon noch etwas Zeit", sagte sie.

Hanspeter Urban bot der BI aus Schuttern und Kürzell Zusammenarbeit an, und Clemens Sedler sprach einen Punkt an, dessen Umsetzung seiner Meinung nach effektiver sei als sämtlicher Lärmschutz: Die EU und die Regierungen der Mitgliedsländer sollten sich endlich einigen, die Fahrwerke der Güterzüge gegen leisere auszutauschen. Klaus Fuhrmann sicherte weitere Informationen, auch über die Internetseiten zu und sagte: "Meiner Meinung nach wird beim Bahnausbau eine politische Entscheidung getroffen. Wir sollten an die Öffentlichkeit gehen, bevor eine Studie für die Autobahnparallele in Auftrag gegeben wird."
http://www.bahn-an-die-bahn.de

Autor: eri