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30. März 2009

Zu Hause kann Dominik den DSDS-Starrummel (fast) vergessen

Dominik Büchele kann dem Fernsehrummel für eine Woche entfliehen und genießt "Heimaturlaub" mit Freunden in Kappel / Abschied mit Grillparty am Baggersee

  1. Chips, Cola, Würstchen und Freunde: Dominik Büchele (Mitte) macht Urlaub zu Hause vom DSDS-Rummel. Foto: Britta KUck

KAPPEL-GRAFENHAUSEN. Gestern vor einer Woche durfte er nach Hause fahren. Nicht etwa, weil er nach der jüngsten Motto-Show von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) ausgeschieden ist: Dominik Büchele und die anderen sechs Kandidaten durften eine Woche Heimaturlaub machen. Seinen letzten Abend in Kappel-Grafenhausen vor der Rückreise zu DSDS nach Köln, hat der 18-Jährige am Samstag mit seinen Freunden beim Grillen verbracht.

Sascha, Tim, Jonas und Philipp stehen an der Feuerstelle. Der Regen hat aufgehört. Jetzt versuchen die Jungs auf der nassen Wiese neben einem kleinen Weiher in Kappel ein Feuer zu machen. Sie wollen später noch grillen. Mit Dominik. "Der zieht sich gerade noch um", sagt Philipp zu einem der Jungs. Und kurze Zeit später kommt Domi, wie ihn seine Freunde nennen, auf einem orangefarbenen Hippen-Fahrrad angeradelt. Er trägt eine schwarze Jogginghose mit der Nummer Eins auf dem rechten Hosenbein, weiße Turnschuhe und einen blauen Kapuzenpulli. Auch Dominiks Freundin Tamara und ein Dutzend Freunde, die sich nach und nach eingefunden haben, sind in lässige Sportklamotten gekleidet.

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"Hey Domi", ruft einer der Jungs. "Wir machen heute auch eine Motto-Party: ,Die größten Assis‘." Alle lachen. Dominik ist gut gelaunt. Dennoch ist er ruhiger als seine Freunde es von ihm gewohnt sind. Er hatte eine stressige Woche in Kappel-Grafenhausen. Viel stressiger, als in der Villa von DSDS in der Nähe von Köln, wie Dominik den Jungs erzählt. Er wollte ja all seine Freunde treffen. Zusätzlich musste er jeden Tag Interviews geben. "Wenn du wieder hier bist, gehen wir dann auch endlich wieder zu Formel Eis", sagt Philipp. Es ist die Stamm-Eisdiele der Jungs. Dominiks Augen leuchten.

Die Party ist in vollem Gange, zwölf Jungs, vier Mädels, alle zwischen 16 und 18. Man bleibt unter sich. Musik? Brauchen sie nicht. Sie unterhalten sich lieber. Erzählen von gemeinsamen Unternehmungen. Vom Fußballtraining am Vorabend. "Ich bin gar nicht mehr in Form", sagt Dominik. Er ist einer von ihnen. DSDS hat ihn – bislang – nicht verändert. Plötzlich dann doch Musik: Kevin lässt "Imagine" von seinem Handy abspielen – gesungen von Dominik Büchele. Die Jungs singen mit, Dominik hört zu. "Das bin wirklich ich", scheint er dabei zu denken. Stolz wirkt er dabei nicht. Ein Jahr Gesangsunterricht hat Früchte getragen. Dominik trifft die Töne gut, seine Stimme ist kräftig. Dass DSDS-Jurymitglied Dieter Bohlen ihn immer wieder mit James Blunt vergleicht, findet Dominik unberechtigt.
Das Feuer in der Grillstelle ist eigentlich noch zu groß, als die Jungs einen Rost auf die brennenden Hölzer legen. "Das tuet’s", sagt Dominik im Dialekt, der in der Heimat wieder stärker ausbricht. Bei DSDS bemüht er sich Hochdeutsch zu reden. Auf einen Fetzen Alufolie schmeißen die Jungs ein paar Koteletts. Die Mädels und ein paar der Jungen haben es sich unter einer Überdachung in einem Traktoranhänger gemütlich gemacht. Und warten darauf, dass die Grillmaster sie bedienen. Dominik hockt vor dem Feuer. Auf einen dünnen Stock, der er auf der Wiese unter den Bäumen gefunden hat, hat Dominik ein Mini-Würstchen aufgespießt. Er hält den Spieß ins Feuer. Dass die kleine Wurst verbrannt ist, findet er halb so wild.

"Domi, ich fordere dich heraus zum Kampf", ruft Laura, die sich mit einem Stock bewaffnet hat. Dominik läuft auf sie zu und packt sie. Die beiden kämpfen spaßhaft. "Dein Freund ist ja gewalttätig", sagt Laura anschließend zu Tamara und lacht. Der Grillabend ist einer von vielen für die Freunde – und irgendwie doch ein besonderer. Denn schon am kommenden Tag heißt es wieder Abschied nehmen von ihrem "Domi". Bei der Live-Show von DSDS am kommenden Samstag werden wieder einige der Freunde in Köln sein, um Dominik anzufeuern. Und alle werden für ihn anrufen. Ob die Nummer Eins auf Dominiks schwarzer Jogginghose berechtigt ist – das wird sich dann zeigen.

Autor: Britta Kuck