Bau- und Umweltausschuss

Keine Brandmeldeanlage für die Wehrer Stadthalle

Gerd Leutenecker

Von Gerd Leutenecker

Mi, 23. Januar 2019 um 17:00 Uhr

Wehr

Die Stadthalle in Wehr soll nicht mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet werden. Veranstaltungsort der Stadt ist mit ausreichend Fluchtwegen versorgt.

Auf eine Brandmeldeanlage in der Stadthalle soll verzichtet werden. Der Bau- und Umweltausschuss hatte nach Einbeziehung von Fachplaner Holger Flöss und den Ergebnissen der letzten Brandverhütungsschau durch das Landratsamt Waldshut genügend Gründe dafür. Positiv haben sich die Ausschussmitglieder bei der Sitzung am Montag allerdings für die der Erneuerung der Saalbeleuchtung ausgesprochen. Die Umstellung auf energieeffiziente Leuchtmittel steht außer Frage.

Die Stadtverwaltung hatte in ihrem Sachstandsbericht darauf verwiesen, dass von Seiten der Aufsichtsbehörde keine Maßnahmen empfohlen wurden. 101 Räume mit ausreichenden Fluchtwegen in der Stadthalle entsprechen dem derzeit gültigen Standard. "Wenn keiner es fordert, brauchen wir es auch nicht", fasste Bürgermeister Michael Thater die Überlegungen der Verwaltung zusammen. Bei der letztjährigen Haushaltsberatung waren dennoch vorsorglich 65 000 Euro veranschlagt worden. Da galten noch besonnenen Absichten, ob mit einer präventiven Lösung in Verbindung mit der Beleuchtungserneuerung Kosten eingespart werden könnten. Stadthallen-Hausmeister Thomas Gallmann sieht als Elektriker keine Chance, eine drahtgebundene Vernetzung kostengünstig ausführen zu können. "Damals ist nicht mit Kabelrohren gearbeitet worden", was heute ein Nachteil ist, so Gallmann.

Ausreichend Fluchtwege

Stadtrat Christoph Schmidt (Freie Wähler) legte sein Augenmerk darauf, "dass mit recht restriktiven Vorschriften eine Brandmeldeanlage eigentlich nötig" sei. Sabine Kramer-Rempe (Freie Wähler) hatte Ortskenntnisse, "oben wird es eng". Die Räume im oberen Bereich der Stadthalle sind dennoch mit ausreichend Fluchtwegen versorgt. Das kam bei einer kurzerhand anberaumten Ortsbesichtigung zu Tage. Außerdem rückte die Erneuerung der Beleuchtung verstärkt in den Mittelpunkt der Ausschussberatungen.

Zum Teil ist im unteren Foyer, dem Barbereich und auf dem Treppenpodest bereits auf LED-Technik umgestellt worden. Der Maulburger Fachplaner Flöss stellte seine Expertise vor. 30 Prozent der Erneuerung werden durch das Land gefördert. Der Antrag dafür ist im Juli 2018 gestellt worden, der Zuwendungsbescheid kam Anfang November. Einzig die Optik der neuen Lampen war vom Bauausschuss noch zu bewerten. Kein einfaches Unterfangen. "Die Harmonie ist eigentlich da, und mit 08/15 geht da nichts", positionierte sich Schmidt. Die ästhetischen Elemente vom einstigen Planer Hermfried Richter sollen gewahrt werden. "Ja, die Stadthalle ist die gute Stube der Stadt" bestätigte Thater. Die Räte einigten sich auf eine Folgesitzung.