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28. Juli 2017

Anmut und Temperament

8. Fohlenchampionat in Kenzingen war aus Sicht der heimischen Züchter ein voller Erfolg .

  1. Schaulaufen mit Nachwuchs: Die diesjährigen Holsteiner Fohlen wurden am Mittwoch beim Fohlenchampionat auf der Reitanlage Kenzingen präsentiert. Foto: Christiane Franz

KENZINGEN. Gegen Mittag stand das Gesamt-Siegerfohlen fest: ein Stutfohlen aus der Zucht von Harald Meisinger aus Schwanau/ Ortenau. 15 Fohlen galt es durch die dreiköpfige Jury zu bewerten, die vom Holsteiner Zuchtverband aus Schleswig-Holstein zum Fohlenchampionat nach Kenzingen angereist war. Sowohl die Vertreter des Zuchtverbandes als auch Organisator Michael Jäger vom Reit- und Fahrsportverein Kenzingen waren mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden – auch wenn sich um die Reitbahn in der Reithalle fast nur Fachpublikum einfand.

Neun der 15 Fohlen erhielten eine Prämierung. Das ist ein sehr gutes Ergebnis für die südbadischen Züchter. Die Fohlen kamen überwiegend aus Südbaden, aber auch aus der Schweiz und sogar aus Schleswig-Holstein. "Auf diesem Platz haben wir oft eine sehr gute Qualität durch bewusste Anpaarung", lobt Stefanie Bergmann vom Holsteiner-Verband. Gemeinsam mit Christian Thoroe und Peter Claußen beurteilte sie die Jungtiere sowie einzutragende Stuten. Brennmeister Arndt Ehlers sorgte für die Kennzeichnung der Fohlen durch den Holsteiner Brand.

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Für das Publikum wurden die Entscheidungen der Juroren im Anschluss erläutert, so dass die Zuschauer der Bewertung der Fohlen auch ohne Vorkenntnisse folgen konnten. Das Team vom Holsteiner-Zuchtverband bescheinigte insgesamt eine "auffällige Qualität und einen recht guten Jahrgang." Als Bestes der Hengstfohlen kürte die Jury ein Fohlen von "Clearway" aus der Zucht von Walter Teufel aus Neuried-Altenheim. Das beste Stutfohlen von "Quibery" ging als Gesamtsieger hervor. Es stammt aus der Zucht von Harald Meisinger, der in der Region als Richter für Reiten bekannt ist.

Wegen des Regens wurde die Veranstaltung in die Reithalle verlegt und zog diesmal nicht so viele Besucher an wie schon in den Vorjahren. "Es ist interessant zu beobachten, wie das so vor sich geht", sagte ein Zuschauer, der mit dem Enkel gekommen war. Diesmal fehlten vor allem die Familien mit Kindern, die das neugierige, verspielte oder manchmal auch ängstliche Herumspringen der edlen und anmutigen Fohlen begeistert.

Denn das Fohlenchampionat fand diesmal nicht in den Ferien, sondern am letzten Schultag statt. "Den Termin bestimmt der Zuchtverband, daran können wir leider nichts ändern", sagte Jäger, der Delegierter der Auswärtigen Mitglieder Baden-Württemberg des Holsteiner-Verbandes ist. Und fuhr fort: "Wir hatten hier schon bis zu 500 Zuschauer. Aber mit dem heutigen Besuch bin ich angesichts des Wetters trotzdem zufrieden."

Zufrieden ist der Züchter Michael Jäger auch mit dem eigenen Ergebnis: Seine beiden Fohlen wurden ebenso wie das Hengstfohlen des Vereinskollegen Thomas Heizmann durch eine Prämierung ausgezeichnet. Die Verbandsvertreter dankten am Ende dem Verein und den Sponsoren für die Ausrichtung.

Autor: Christiane Franz