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13. September 2017 15:58 Uhr

Holzbildhauersymposium

Ein Symbol für virtuelle Freundschaft

Die BZ stellt die Teilnehmer des Holzbildhauersymposiums in einer kleinen Serie vor. Heute: Susanne Paucker aus Berlin.

  1. Susanne Paucker Foto: privat

  2. Diese Skulptur von ihr steht in Santiago de Chile. Foto: privat

Sieben Künstler verwandeln beim 6. Holzbildhauersymposium vom 11. bis zum 17. September wieder den Bürgerpark Altes Grün in Kenzingen in ein Freiluftatelier. Sieben Tage lang arbeiten sie dort an ihren Entwürfen zum Thema "Beste Freunde". Die Künstler sind in Kenzingen keine Unbekannten – alle waren schon mal beim Holzbildhauersymposium dabei. Die BZ stellt sie in einer kleinen Serie nochmal vor. Heute: Susanne Paucker aus Berlin.

"Kenzingen hat mir landschaftlich gut gefallen", erinnert sich die Künstlerin, die 1977 in Leipzig geboren wurde, an das Holzbildhauersymposium im Jahr 2015 zurück. Auch die Organisation und die Zusammenarbeit der Bildhauer und Helfer hätten die Veranstaltung damals zu einem "freudigen Ereignis" gemacht, sagt sie. Ihre Skulptur "Puzzled", eine zusammengekauerte Menschengestalt, markiert Station Nummer 14 auf dem Kenzinger Skulpturenweg.

Das Thema Puzzle beschäftigt die Künstlerin auch in diesem Jahr. 17 Figuren will sie im Lauf der sieben Tage in Kenzingen schaffen und sie so zusammensetzen, dass sie wie Puzzleteile ineinandergreifen und dadurch verbunden sind. "Die verschieden Farben der Figuren sollen verschiedene Herkunftsländer, Kulturen und Religionen symbolisieren", erklärt sie. Aufgemalte Symbole, die mit sozialen Netzwerken wie Facebook zu tun haben, sollen die virtuellen Freundschaften versinnbildlichen – "eine Welt, in der jeder miteinander verbunden und befreunde ist, obwohl man sich in der realen Welt vielleicht noch nie getroffen hat", so Susanne Paucker. Insgesamt solle die Skulptur etwa drei Meter hoch werden.

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Susanne Paucker absolvierte von 1998 bis 2004 eine Ausbildung zur Marmortechnikerin in Carrara. Von 2000 bis 2005 machte sie außerdem eine Ausbildung zur Bildhauerin. Seit 2001 nimmt sie regelmäßig an Bildhauersymposien in aller Welt teil. "Ich finde es toll, verschiedene Materialien zu bearbeiten, da man dadurch auch diverse Ausdrucksformen finden kann", sagt sie. Bei der Arbeit mit dem Werkstoff Holz finde sie vor allem die vielfältigen Anwendungsformen interessant. "Man ist nicht gezwungen, nur damit zu arbeiten, sondern kann zum Beispiel Material anfügen", erklärt die Künstlerin.

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Autor: Lena Marie Jörger