Eutonie-Schule zieht nach Kenzingen

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

Do, 26. Oktober 2017

Kenzingen

Barbara Seitz verlagert den Sitz der Gerda-Alexander-Schule in die "Alte Fabrik" / Auch der Trägerverein zieht um.

KENZINGEN. Die Stadt hat mit sofortiger Wirkung eine neue Schule: Barbara Seitz, seit 2015 Schulleiterin der Eutonie-Schule Gerda Alexander mit Räumen in Offenburg und Freiburg, verlagert die Schule in die Offenburger Straße 25, in die Räumen im Obergeschoss der "Alten Fabrik". Auch der Trägerverein zieht gerade von Bremen nach Kenzingen.

Barbara Seitz, Jahrgang 1961, bringt 35 Jahre Berufserfahrung im Gesundheitswesen mit. Sie fing 1980 als Physiotherapeutin an. Sie ist zertifizierte Eutonie-Pädagogin und Eutonie-Therapeutin sowie anerkannte Atempädagogin und Atemtherapeutin. Seit 2005 hat sie eine eigene Praxis für Eutonie und gibt Kurse. Seit rund zehn Jahren unterrichtet Barbara Seitz Eutonie an der Gerda-Alexander-Schule Offenburg und Freiburg, seit 2015 ist sie deren Schulleiterin. Die Schule ist laut Seitz in Deutschland die einzige, an der eine Ausbildung für Eutonie-Pädagogen und Eutonie-Therapeuten angeboten wird.

Bisher nutzte die Schule Räume in Offenburg und Freiburg. Jetzt konzentriert Seitz alles in Kenzingen. "Es hat sich entwickelt – und es ist jetzt der richtige Moment, es voll zu übernehmen", erklärt sie. Für sie biete die Verlagerung nach Kenzingen optimale Bedingungen. Sie wolle ihre beruflichen Kompetenzen noch viele Jahre weitergeben. Ans Kürzertreten und ans Rentenalter denke sie nicht.

Neben der Schule wird auch der gemeinnützige Trägerverein der Schule seinen Sitz nach Kenzingen verlagern. "Ich freue mich auch, dass ich ein bisschen Wirtschaftskraft nach Kenzingen holen kann", sagt Seitz. Ihre Kursteilnehmer aus dem Inland und dem benachbarten Ausland werden "hier übernachten, hier essen, und sicher auch mal einkaufen gehen".

Insgesamt 450 Stunden umfasst der Kurs, der in sechs Modulen mit je einer Seminarwoche und einem Wochenende angeboten wird. Das ermöglicht den Kursteilnehmern, die Eutonie-Schule berufsbegleitend zu absolvieren.

Erster Kurs findet ab Samstag statt

Am 28. Oktober startet der erste Kurs mit einer Orientierungswoche. Erst danach müssen sich die Teilnehmer entscheiden, ob sie weitermachen wollen. Der Abschluss ist im Juni 2019, die Teilnehmer sind dann zertifizierte Eutonie-Pädagogen. Als Fortsetzung wird eine Ausbildung zum Eutonie-Therapeuten inklusive der Anerkennung als Atemtherapeut und Atempädagoge angeboten. Zehn Teilnehmer haben sich laut Seitz zum Start angemeldet: Zwei kommen aus der Atemtherapie, eine Krankenschwester wird mitmachen, eine Masseurin und eine Pädagogin, aber auch eine Opernsängerin, eine Professorin für Modedesign, ein Mitarbeiter einer Bank und ein weiterer männlicher Teilnehmer aus einer sozialen Einrichtung. So breit wie das Teilnehmerfeld sei auch der Bereich, in dem Eutonie eingesetzt werde, im sozialen, pädagogischen und im therapeutischen Umfeld, so Seitz. Derzeit arbeite sie mit der Uniklinik in Freiburg zusammen: "Wir sind gerade dabei, die Eutonie in die interdisziplinäre Schmerztherapie zu integrieren."