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13. September 2017 16:17 Uhr

Holzbildhauersymposium

Fisch und Mensch als beste Freunde

Die BZ stellt die Teilnehmer des Holzbildhauersymposiums in einer kleinen Serie vor. Heute: Michael Lubasch aus Weisenheim am Sand.

  1. Michael Lubasch Foto: privat

  2. Eine Skulptur von Michael Lubasch Foto: privat

Sieben Künstler verwandeln beim 6. Holzbildhauersymposium vom 11. bis zum 17. September wieder den Bürgerpark Altes Grün in Kenzingen in ein Freiluftatelier. Sieben Tage lang arbeiten sie dort an ihren Entwürfen zum Thema "Beste Freunde". Die Künstler sind in Kenzingen keine Unbekannten – alle waren schon mal beim Holzbildhauersymposium dabei. Die BZ stellt sie in einer kleinen Serie nochmal vor. Heute: Michael Lubasch aus Weisenheim am Sand in der Nähe von Mannheim.

"Ich freue mich darauf, mit Kollegen zusammenzukommen", sagt Michael Lubasch, der im Jahr 2015 zum ersten Mal beim Holzbildhauersymposium in Kenzingen dabei war. Seine Skulptur "Neue Heimat", die damals entstanden, ist Station 15 auf dem Skulpturenweg. "Diese Idee mit dem Weg finde ich toll", sagt der Künstler. Die Atmosphäre beim Symposium in Kenzingen habe ihm ebenfalls gefallen. "Die Begeisterung der Bevölkerung und der Organisatoren – da sprang einfach der Funken über", sagt er.

Für das diesjährige Symposium hat Lubasch bereits einen Entwurf angefertigt und bei der Stadt Kenzingen eingereicht. "In dem Entwurf sind Fisch und Mensch beste Freunde", sagt der Künstler. Fische und menschliche Gesichter sollen entstehen, "reduziert auf die wesentlichen Elemente", wie er erklärt. "Über die Form solle eine Komposition entstehen, die Gemeinschaft zeigt, sich gegenseitig trägt, stützt und schützt wie ein Schwarm Fische im Wasser." Sein Werk solle dazu einladen "mitzuschwimmen und sich wohlzufühlen wie ein Fisch im Wasser."

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Umsetzen will Lubasch seine Idee mit Douglasienholz. "Mit Eiche wäre eine solche Konstruktion, wie ich sie mir ausgedacht habe, sehr aufwendig umzusetzen", erklärt er. "Außerdem ist Douglasie eher für draußen geeignet."

Michael Lubasch, geboren 1960 in Ludwigshafen, arbeitet seit 1989 als selbstständiger Schreiner. Zuvor hatte er eine Schreinerlehre gemacht und Kunsttherapie studiert. "In jungen Jahren habe ich mich viel mit Keramik beschäftigt", sagt er. Später kam das Interesse an der Bildhauerei.

"Ich arbeite hauptsächlich mit Holz, zeichne aber auch viel", sagt Lubasch zu seiner künstlerischen Tätigkeit. Seit 2008 stellt er seine Werke in seinem Atelier "Am Kunstrasen" im rheinland-pfälzischen Laumersheim aus und gibt dort auch Workshops. Wenn er eine Holzskulptur erschaffe, arbeite er selten "klassisch", wie er es nennt, mit Hammer und Beitel. "Ich nehme eher die Kettensäge und Fräswerkzeug."

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Autor: Lena Marie Jörger