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07. Februar 2012
Frauen landen närrischen Volltreffer
Zehn sehens- und hörenswerte Programmpunkte sorgen bei der Nordweiler "Fräuefasnet" für Begeisterung.
KENZINGEN-NORDWEIL. Einen närrischen Volltreffer landete der Frauenbund Nordweil mit der 45. Auflage seiner Traditionsveranstaltung "Fräuefasnet". Nahezu 160 Mädchen und Frauen waren in den Lindensaal gekommen. Mit zehn sehens- und hörenswerten Beiträgen war das Programm zum Nordwiler Fasnetauftakt wieder einmal spitze.
Erznärrin Susi Hensle begrüßte das große Publikum. Stimmungskanone Rainer Robol aus Kappel-Grafenhausen, einziger Mann im Saal, verstand es einmal mehr, das Publikum in bewährter Manier zum Tanzen, Singen und Schunkeln zu bringen und zu den Polonaisen im Lindensaal zu begleiten.Nach einer Lobeshymne auf die vielseitige "Verwendbarkeit der Bürste" – intoniert vom Vorstandsteam mit Margit Hensle, Hedwig Rethaber, Marion Wildner und Susi Hensle, fand sich das Publikum unvermittelt im "Gasthaus zum Schluckspecht" wieder, wo der spitzzüngige Wirt (Susi Hensle) nicht nur die allermerkwürdigsten Speisen seinen Gästen (Elke Götz und Hedwig Rethaber) anbot, sondern mit ihnen auch noch gleich Geschicke und Missgeschicke seiner Nordweiler Mitbürger besprach.
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Nicht viel frommer ging es bei den vier "Hüsemer Gebetsschwestern" (Heike Mutz, Hildegard Schnabl, Bettina Fischer und Judith Witt) zu, auch wenn ihre "Gebete und Fürbitten" in lammfrömmstem Augenaufschlag und in den wundersamsten Kirchtönen vorgetragen wurden. Dass "Neues Leben in die alte Fabrik" eingekehrt ist, erfuhr das närrische Publikum von Ursula Götz, Mechthilde Kasper, Lioba Frank, Elisabeth Wacker, Franziska Frank, Andrea Dose und Maria Woskowiak. Als Empfangsdamen an der Theke oder eifrige Kursteilnehmerinnen in den neuen Räumen hatten die allerdings nicht viel anderes zu tun, als "wichtige Geschehnisse und Begebenheiten" im Dorf und in der Umgebung frisch zu servieren, und dies zur größten Gaudi ihrer Zuhörer, bevor sich einige von ihnen – als Ergebnis eines "Kurses" – als anmutige Tänzerinnen mit einem orientalischen Bauchtanz von der Bühne verabschiedeten.
"Ente gut – alles gut" stand über der "gar meisterlich entenfedernleichten" Tanzdarbietung der Krabbelgruppendamen Sigrid Buchmüller, Ellen Dietrich, Heike Adam, Ute Hensle, Christina Goltz, Astrid Hensle, Vera Maurer und Erika Vögt, grazil angeführt von den Schwänen Silke Vetter und Sonja Götz zu Peter Tschaikowskis bekannter Ballettmusik.
Musikalisch auf seine Art ließ es der "Fasnetstammtisch der Chorfrauen" mit Rita Schwier, Heike Guggolz, Sabine Morlock und Birgit Wacker angehen. Die Vier hatten sich bekannte Reiseziele in der Welt ausgeguckt und setzten sie stimmgewaltig musikalisch in Szene, bevor sie mit dem "Bachdatscherlied" gerne wieder in heimischen Gefilden landeten.
Ganz anders beim "weltberühmten Flötenensemble aus Bleichheim". Sieben junge Damen des Musikvereins Bleichheim präsentierten mit ihrem Bierflaschen-Orchester gekonnt die "Blasmusik der ganz anderen Art". Einfach nur cool – so wollten sich die "drei megacoolen Zwuggel" (Petra Winterhalter, Caroline Hämmerle und Katja Winterhalter) dem närrischen Publikum präsentieren: Rastafrisuren, jamaikanische Musik, Joints und exotische Drinks – untermalt mit den entsprechenden rhythmischen Bewegungen – ließen daran keine Zweifel aufkommen, und die Akteurinnen wurden dafür ebenso mit frenetischem Beifall bedacht wie der krönende Schlusspunkt mit dem "Strumpfhosentanz in Schwarz-Weiß", eine optische wie tänzerische Meisterleistung – auf die Bühne gezaubert von Marika Krumm, Anja Götz, Marion Buselmeier, Elke Götz, Ute Sommer, Beatrix Kaufmann und Barbara Götz. Als spät nach Mitternacht das Programm zu Ende war, dankte Susi Hensle allen Akteurinnen für die tollen Darbietungen.
Autor: Reiner Merz
