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13. September 2017 16:11 Uhr

Holzbildhauersymposium

Georg Janthur: "Eichenholz ist mein Lieblingsmaterial"

Die BZ stellt die Teilnehmer des Holzbildhauersymposiums in einer kleinen Serie vor. Heute: Georg Janthur aus Wuppertal.

  1. Georg Janthur Foto: privat

  2. Sein Entwurf für das Symposium Foto: privat

Sieben Künstler verwandeln beim 6. Holzbildhauersymposium vom 11. bis zum 17. September wieder den Bürgerpark Altes Grün in Kenzingen in ein Freiluftatelier. Sieben Tage lang arbeiten sie dort an ihren Entwürfen zum Thema "Beste Freunde". Die Künstler sind in Kenzingen keine Unbekannten – alle waren schon mal beim Holzbildhauersymposium dabei. Die BZ stellt sie in einer kleinen Serie nochmal vor. Heute: Georg Janthur aus Wuppertal.

Neun bis elf "Zaungäste" will Georg Janthur in der zweiten Septemberwoche erschaffen. Dafür will er zunächst aus einem Stamm – am liebsten Eiche – Pfähle sägen oder spalten. Am jeweils oberen Ende der Pfähle arbeitet er dann etwa 30 Zentimeter hohe Figuren heraus, die er mit Acryllack bemalt. Die dreikantigen Pfähle sollen mit Feuer geschwärzt werden, "um ihnen einen gealterten Eindruck zu geben", erklärt der Künstler.

Die Figuren – Inspiration dafür holt er sich auf der Reise von Wuppertal nach Kenzingen – stehen im Kreis um einen Flecken Erde herum. "Symbolhaft steht im Mittelpunkt ein überdimensioniertes Samenkorn von einem für Kenzingen typischen Baum", erläutert Georg Janthur. "Diese Personen, die freundschaftlich verbunden sind, stehen also da zusammen, wo neues Leben entsteht."

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Zum Werkstoff erklärt er: "Eichenholz ist mein Lieblingsmaterial." Es lasse sich gut sägen und sei stabil. "Und ich finde den Geruch ganz angenehm", sagt Georg Janthur.

Acht Jahre ist es her, dass er zum ersten Mal in Kenzingen war. Bei der zweiten Auflage des Holzbildhauersymposiums im Jahr 2009 schuf er die Skulptur "Paternoster goes Himmelwärts", die seither die dritte Station des Kenzinger Skulpturenwegs ist. "Mir hat damals besonders gut gefallen, dass alle Künstler an einem Ort an ihren Werken gearbeitet haben", sagt er. Daher freue er sich, dieses Jahr wieder dort zu sein.

Georg Janthur wurde 1958 in Wuppertal geboren, wo er noch heute lebt und arbeitet. Während seines Studiums der Visuellen Kommunikation an der Fachhochschule Düsseldorf beschäftigte er sich neben der Bildhauerei auch mit Malerei sowie mit Fotografie. Nach dem Studium erhielt er Stipendien in Mexiko und Cuxhaven. Janthur ist Mitbegründer der Künstlergruppe "Die Neopathetiker". Seine Werke hat er bereits bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in verschiedenen Ländern präsentiert.

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Autor: Lena Marie Jörger