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15. November 2017

Musik im Sinne Luthers

Kenzinger Posaunenchor und Sängerquartett gaben zwei Konzerte in Weisweil und Kenzingen.

  1. Der Posaunenchor Kenzingen gab am Wochenende Konzerte in Weisweil und Kenzingen. Unter dem Titel „was bleibt?“ standen Musik und Gedanken zur Reformation im Mittelpunkt. Foto: Ilona Hüge

KENZINGEN/WEISWEIL. Gleich zwei Konzerte hat der Posaunenchor Kenzingen am Wochenende gegeben. Das Bläserensemble wurde von vier Sängern unterstützt. Gemeinsam brachten sie Musik und Gedanken zur Reformation unter dem Titel "Was bleibt?" in die gut besuchten Abendveranstaltungen – am Samstag in der evangelischen Kirche in Weisweil, am Sonntag in der evangelischen Kirche in Kenzingen.

Kräftige Bläsermusik, ursprüngliche Gesänge und starke Texte, das hatte der Posaunenchor unter der Leitung von Ekkehard Mertens für die Konzerte angekündigt und dafür im Vorfeld viel Arbeit investiert. Er hatte Lieder und Texte zusammengestellt, Ekkehard Mertens hatte unter dem Motto "Was bleibt?" ein Lied zum Reformationsjubliäum geschrieben. Ein Sängerquartett wurde verpflichtet mit Anna Fuchs-Mertens (Sopran), Ute Kircher (Alt), Thomas Schmieder (Tenor) und Martin Schoner (Bass).

Die Mitglieder des Posaunenchors gestalteten auch die Moderation selbst. Ekkehard Mertens und Wolfgang Keim übernahmen die Einstimmung zum Konzert. Regina Pruner-Fischer, Angelika Krüger, Reinhilde Rothardt, Cornelia Schmidt und Thomas Scheufler trugen Texte zum großen Thema Reformation und Martin Luther vor. Luther gilt nicht nur als großer Reformator, sondern auch als Erfinder des Kirchenliedes. Er nutzte sie und die neue Kunst des Drucks, um mit Liedern und Flugblättern seine Botschaft unter die Leute zu bringen.

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Luthers Kompositionen waren "schlicht und fröhlich", passend zum Reformationsgedanken, der die Menschen von ihren Ängsten und den Zwängen der herrschenden Kirchenlehre befreien sollte. Es sollte auch verständlicher zugehen: Bibel und Gottesdienst gibt es seit Martin Luther in deutscher Sprache. Im Konzert folgten Posaunenchor und Sänger den Vorgaben: Sie brachten alte Choräle in moderner Form von Komponisten, die in den letzten 70 Jahren wirkten, und sie brachten die Botschaft eines Glaubens, der Kraft, Freude und ein Miteinander fördern kann.

Die Frage "Was bleibt?" beantworteten die Musiker auf ihre Weise: Die Lieder sind noch nicht zu Ende, sie können weitergeschrieben und weitergetragen werden. Mit dieser Botschaft erreichten Posaunenchor und Sänger in beiden Konzerten mit ihrer fröhlichen selbstbewussten Musik ein großes Publikum, das das Angebot mit herzlichem Beifall belohnte.

Autor: Ilona Hüge