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06. Februar 2012
Musikverein sucht Dirigent
Gebhard Rieger will in zwei Jahren den Taktstock in Bombach abgeben / Dank an Ewald Kromer.
KENZINGEN-BOMBACH. Umrahmt von Märschen brachte die Generalversammlung des Bombacher Musikvereins ernste und erfreuliche Themen auf die Tagesordnung. Dirigent Gebhard Rieger kündigte seinen altersbedingten Rücktritt in etwa 2 Jahren an und läutete damit die Nachfolgersuche ein. Ein gesundes Plus konnte Vereinsrechner Jörg Barnieske melden: Trotz verregnetem Weinfest hielten sich Einnahmen und Ausgaben die Waage.
Vorstand Urs Dietrich und Chronistin Sybille Hoelle blickten zurück auf das Geschäftsjahr 2011. Ein Höhepunkt war das Frühjahrskonzert zusammen mit dem Malterdinger Männerchor "Nicht nur Tenöre". Die Ehrenvorsitzende Siegfried Schwendenmann und Ehrenmitglied Konrad Schneider hatten ein Vereinsarchiv geschaffen und im Frühsommer präsentiert. In die Zukunft weist ein neuer Internetauftritt des Vereins. Dieser stehe kurz vor der Fertigstellung, berichtete Dietrich. Außerdem sei der Musikverein nun auch auf Facebook vertreten.Dietrich dankte besonders dem Jungmusiker David Hügle, bekannt durch zahlreiche Soli. Im vergangenen Jahr hatte er das silberne Leistungsabzeichen erspielt und an einer Fortbildung der Musikakademie des Blasmusikverbandes teilgenommen. Mit einem neuen Tenorsaxophon wird Hügle die Auftritte des Vereins weiterhin bereichern.
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Jugendleiterin Susanne Gagg berichtete über die Arbeit mit den 14 Jungmusikern des 46-köpfigen Musikvereins, die in Ausbildungsgemeinschaft mit Hecklingen und Nordweil geschult werden. Ein Jugendprojektorchester soll diese Zusammenarbeit mit den Nachbarkapellen weiter voranbringen.
Dirigent Gebhard Rieger richtete nach Dank an alle engagierten Musiker auch ernste Worte an sein Blasorchester. Viele Konzerte hätten sehr gut geklappt, so Rieger, bei manchen sei er persönlich aber nicht so zufrieden gewesen. Teilweise würden personelle Ausfälle nach seinem Eindruck zu leichtfertig in Kauf genommen. Nach rund 20-jähriger Dirigentenarbeit in Bombach möchte Rieger in absehbarer Zeit den geordneten Rückzug antreten. Die Vereinsleitung hat nun die Aufgabe, innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Nachfolger zu suchen. Dies sei bekanntermaßen nicht einfach, antwortete Vorstand Dietrich und drückte sein Bedauern, aber auch Verständnis und Dank für die offenen Worte aus.
Kassenverwalter Jörg Barnieske informierte über ein trotz schlechten Wetters ertragreiches Weinfest. Das Plus in der Kasse werde für die Anschaffung von Uniformen und Instrumenten allerdings auch benötigt. Barnieske dankte der Stadt Kenzingen für Zuschüsse und die Bereitstellung von Räumlichkeiten. Der gesamte Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Bürgermeister Guderjan gab den Dank zurück und würdigte das Engagement der Musiker. Guderjan leitete auch die nach zwei Jahren anstehende Vorstandswahl. Neubesetzungen standen bei den Beisitzern und im Bereich Jugendleitung an: Nach mehr als 30 Jahren Vorstandstätigkeit gab Ewald Kromer sein Amt als Vertreter der Aktiven ab. Er war von 1988 bis 1992 zweiter Vorsitzender, über 13 Jahre hinweg Schriftführer und seit 2002 Aktiven-Beisitzer gewesen. Der Vorsitzende überreichte ihm ein Geschenk des Vereins. Nachfolgerin ist seine Tochter Nicole Moser. Auch bei den Vertretern der Passiven stand ein Wechsel an: Das Amt von Josef Messmer übernimmt Susanne Gagg, die ihre aktive Mitgliedschaft als Klarinettistin und erste Jugendleiterin aufgibt. Neuer Jugendleiter wird der bisherige Stellvertreter Felix Hügle, sein Stellvertreter ist künftig Mathias Rieger.
Das Frühjahrskonzert 2012 gestaltet der Musikverein diesmal allein. Im Sommer umrahmt man zur 70-Jahr-Feier des Kindergartens den Festakt und gibt ein Frühschoppenkonzert. Im Herbst stehen das Weinfest und eventuell ein Hock der Feuerwehr an. Geplant sind auch ein Gastauftritt beim MV Siegelau und eventuell ein Doppelkonzert mit dem Musikverein Ringsheim. Mit dem Dank für gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen, der Feuerwehr und der Kirchengemeinde beschlossen drei musikalische Darbietungen die Versammlung.
Autor: Ute Schöler
