Pies geht, Oelze kommt

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

Sa, 24. September 2016

Kenzingen

Wechsel im Kenzinger Gemeinderat / Guderjan dankt für Arbeit.

KENZINGEN. In der SPD-Fraktion des Gemeinderats hat es Veränderungen gegeben: Joachim Pies schied aus, Madeleine Oelze rückte nach. Neben Verabschiedung und Verpflichtung gab es nur einen weiteren Punkt auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung im Rathaus Bombach. Der Gemeinderat stimmte der Annahme von Spenden zu.

Joachim Pies (50) war seit 2004 im Gemeinderat. Er war in dieser Zeit Fraktionssprecher der SPD und damit auch Mitglied im Ältestenrat der Stadt. Pies schied auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen aus. "Sie waren ein wertvoller und wichtiger Gemeinderat, sachorientiert und konstruktiv", sagte Bürgermeister Matthias Guderjan beim Abschied. Er dankte Pies im Namen der Bürger und des Gemeinderats für die Jahre im Amt. Pies war zwölf Jahre Mitglied im Verwaltungs- und Finanzausschuss. Er war im Technischen Ausschuss und im Ausschuss für Soziales, Jugend, Kultur und Senioren sowie im Verkehrsausschuss. Fünf Jahre war er zudem Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband. Seit 2009 ist Pies Mitglied im Verwaltungsrat der Baugesellschaft Kenzingen und er ist Vorsitzender des Gutachterausschusses. Die beiden Ämter wird er weiterhin behalten.

Pies dankte für die konstruktive Zusammenarbeit den Ratskollegen. Die Zeit im Gemeinderat fand er selbst lang, aber wertvoll und interessant. Die Arbeit in den Ausschüssen habe ihm immer Spaß gemacht, sagte er. Auf einen "Ausstand" verzichtete Pies. Er hatte stattdessen eine Spende für das soziale Projekt in der Partnerstadt Vinkovci gemacht.

Neu im Rat ist Madeleine Oelze. Sie legte am Donnerstag ihren Amtseid ab. Oelze kandidierte bei der Kommunalwahl 2014 auf der SPD-Liste als parteilose Kandidatin. Sie ist 39 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. Sie hat eine Ausbildung als Groß- und Außenhandelskauffrau, Erfahrung als technisch-wirtschaftliche Assistentin und machte zuletzt ein Lehramtsstudium. Madeleine Oelze ist Kassiererin im Vorstand des Fördervereins der Grundschule als Kassiererin. Dieses Ehrenamt veranlasste sie, sich beim ersten Beschluss im Rat als befangen zu erklären. Das Gremium nahm Spenden an, darunter auch für den Förderverein.

Insgesamt gingen von Mai bis Mitte August Spenden von insgesamt 4500 Euro ein, auch wieder für die Feuerwehr und für das soziale Projekt in der Partnerstadt Vinkovci. Der Gemeinderat stimmte geschlossen zu, der Bürgermeister dankte allen Spendern.