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15. November 2017

Schwimmen ist der Favorit

Bei der Versehrten- und Behinderten-Sportgruppe gibt es diverse Angebote – nun feiert sie den 50.

  1. Die Samstags-Schwimmstunden der Versehrten- und Behinderten-Sportgruppe in Freiamt sind stets gut besucht. Foto: Werner Schnabl

KENZINGEN. Die Versehrten- und Behinderten-Sportgruppe feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Die Mitglieder betreiben Sport als präventive Gesundheitsmaßnahme. Der Verein hat mittlerweile mehr als 70 Mitglieder und bietet neben geselligen Events Schwimmen, Radfahren und Kegeln an.

Acht Gründungsmitglieder schlossen sich 1967 zusammen, um durch sportliche Aktivität ihren Gesundheitszustand zumindest beizubehalten und, wenn möglich, noch zu verbessern. Finanziell wurden sie vom Versorgungsamt unterstützt, das für solche Maßnahmen Gelder bewilligte. Josef Bodemer verbuchte diese Gelder 25 Jahre lang akribisch. Offiziell gilt der 2. Dezember als Geburtsstunde der Versehrten- und Behinderten-Sportgruppe. Theodor Engler wurde damals zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter Walter Stocker rückte zwei Jahre später an Englers Stelle und leitete die Vereinsgeschicke 18 Jahre lang.

Immer dabei: die Sportärzte, anfangs Fritz Beller, der ebenfalls zur Gründungsmannschaft gehörte, und Walter Leitz-Schwörer. Die sportliche Leitung oblag dem Grundschullehrer Jochen Pielmann. Fortan standen gut besuchte Turnabende und in regelmäßigen Abständen Schwimmen und Kegeln auf dem Stundenplan der Mitglieder.

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Immer häufiger wurden auch gesellige Treffen geplant und umgesetzt. Auch Ballsport wurde als Einzel- und Mannschaftssport angeboten. Mitte der 90er-Jahre wurde das aber wieder aus dem Programm genommen. Zu jener Zeit hatte Paul Fossler die Verantwortung. Auch danach war in der Führungsriege Kontinuität angesagt. Fritz Däschner war vier Jahre, Raimund Hegi sieben Jahre im Amt.

1989 wurde der Verein zur Versehrten- und Behinderten-Sportgruppe umstrukturiert. 2004 musste ein personeller Engpass gemeistert werden. Adalbert Weber sprang als Vorsitzender ein und überließ kurze Zeit später Rainer Grundmann das Amt. Weber ist bis heute stellvertretender Vorsitzender. Die wohl wichtigste Voraussetzung, um den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten, ist die Präsenz eines Sportarztes. 1978 löste Ezz-Eldin Ghani die Ärzte Beller und Leitz-Schwörer ab. Seitdem ist Ghani Sportarzt.

Schwimmen ist der erklärte Favorit in der Versehrten- und Behinderten-Sportgruppe. Zunächst schwammen die Mitglieder im Lehrschwimmbecken in Mahlberg, später ging es dafür nach Münchweier. Seit mehr als 20 Jahren stehen Übungsleiter jeden Samstag ab 8 Uhr im Hallenbad des Kurhauses Freiamt zur Wassergymnastik bereit. Ein DLRG-Vertreter beaufsichtigt das Ganze.

Wer lieber oder zusätzlich eine ruhige Kugel schieben möchte, hat dazu bei den Kegelabenden alle zwei Wochen Gelegenheit. Seit 2011 betreut Klaus Schwörer die Kegelbrüder- und -schwestern. Jedes Mal wird der Punktbeste "Abräumer" gekürt, einmal im Jahr wird der Kegelpokal ausgespielt.

Wenn es die Witterung zulässt, ist die Radfahrgruppe unterwegs. Adalbert Weber bietet jeden Dienstag eine 20 bis 25 Kilometer lange Tour an. Etappenziel ist häufig eine Gartenwirtschaft.

Erwin Grom, Präsident des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbands, übermittelte bereits seine Glückwünsche zum Jubiläum. 50 Jahre seien ein schöner Beweis für Teamgeist und bürgerschaftliches Engagement, schreibt er im Vorwort der Festschrift.

Info: Die Versehrten- und Behinderten-Sportgruppe feiert am Samstag, 18. November, 17 Uhr, ihr 50-jähriges Bestehen mit Mitgliedern, Funktionären und Gästen im Gasthaus Schieble. Auf dem Programm stehen ein Rückblick, Grußworte, Ehrungen und ein gemeinsames Abendessen.

Autor: Werner Schnabl