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08. Juni 2009 20:17 Uhr
Übrige Fraktionen unverändert
Zwei Sitze mehr für ABL – CDU-Fraktionschef fliegt raus
Der Gemeinderat ist gewählt. Die ABL verbesserte sich um drei Prozent auf 21,3 Prozent und stellt künftig fünf Räte. Der bisherige CDU-Fraktionschef Rudi Nadler zählt nicht mehr zum Gremium.
KENZINGEN. Der Gemeinderat ist gewählt und der Wahlsieger steht fest: Die ABL verbesserte sich um drei Prozent auf 21,3 Prozent und erhält dafür zwei weitere Sitze. Sie wird künftig fünf Räte stellen. Die übrigen Fraktionen bleiben zahlenmäßig unverändert vertreten, die CDU mit acht Sitzen, die Freien Wähler mit sechs und die SPD mit drei Sitzen.
Die Alternative Bürgerliste (ABL) ist der große Gewinner der Kommunalwahl: Die drei amtierenden Gemeinderäte wurden wiedergewählt, neu dazu kommen ein Mann und eine Frau. Sie werden über zwei Ausgleichsmandate ins Gremium ziehen. Die ABL stellt bei der Kommunalwahl 2009 auch den Stimmenkönig: Stefan Bilharz erhielt 2656 Stimmen. Kleine Gewinne verzeichnete die SPD. Sie hatte in der letzten Wahl 14,8 Prozent erhalten und legte jetzt ein halbes Prozent zu. Damit haben die Sozialdemokraten ihr Wunschziel nach einer Verbesserung um einen Sitz nicht erreicht. Sie können mit dem Anteil von 15,3 Prozent unverändert ihre drei Sitze halten: Franz Ehrhardt mit 1123 Stimmen, und Joachim Pies (950 Stimmen) wurden über die Liste gewählt, Juliane Schneider kommt als Neuling über das Ausgleichsmandat in den Stadtrat.Werbung
Die CDU verlor fast drei Prozent: Sie fiel von 36,8 auf 34 Prozent, behält aber unverändert ihre acht Sitze. Veränderungen wird es in den Reihen der CDU-Räte geben: Fraktionssprecher Rudi Nadler schaffte es mit 1266 Stimmen nicht mehr ins Gremium – eine faustdicke Überraschung. Dafür ermöglichten die Kenzinger Wähler dem jungen Kandidaten Lucas Kimmi mit 1330 Stimmen den Einzug in den Gemeinderat. Hermann Kaspar kommt mit 2625 Stimmen auf die zweithöchste persönliche Stimmenzahl im neuen Gremium.
Ausgleichsmandate erhielt die CDU nicht. Sie brachte im Wahlbezirk Hecklingen zwei Kandidaten direkt durch. In Nordweil wurde Martin Götz gewählt. Er erhielt mehr Stimmen als Marga Scharbach, die bisher Nordweil vertrat.
Die Freien Wähler haben ein Prozent-punkt eingebüßt. Ihr Wahlergebnis lag bei 29,3 (Wahlen 2004: 30,3) Prozent. Auch sie werden dank eines Ausgleichsmandats weiter mit sechs Vertretern am Ratstisch bleiben. Alle amtierenden Räte sind wieder gewählt.
Die meisten Stimmen (1871) erhielt Lothar Schnell, Christel Hoffmann mit 1429 Stimmen zieht über das Ausgleichsmandat ein. Gemeinderat Rolf Steinle wurde mit 830 Stimmen in Nordweil direkt gewählt.
Autor: Ilona Hüge
