Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
04. Juli 2012 00:54 Uhr
Viertelfinale
Kerber besiegt Lisicki im Viertelfinale in Wimbledon
Es kann nur eine geben: Angelique Kerber spielte stark auf, Sabine Lisicki zog den Kürzeren. Das deutsche Wimbledon-Duell ist mit einem Sieg für die Kielerin zu Ende gegangen.
LONDON (dpa/lo). Nach zweieinhalb Stunden hatte Angelique Kerber am Dienstagabend ihre Viertelfinalgegnerin in Wimbledon besiegt. Vier Matchbälle wehrte Sabine Lisicki ab – letztlich unterlag sie dennoch mit 6:3, 6:7 (7:9), 7:5. Kerber steht damit am Donnerstag im Halbfinale gegen die Polin Agnieszka Radwanska oder die Russin Maria Kirilenko. Um den Einzug ins Halbfinale kämpfen am heutigen Mittwoch auch Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer, die ihre Partien gewannen.
Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen auf dem Centre Court des wichtigsten Rasentennisturniers der Welt war nur Ende des zweiten Satzes hochklassig – zu schwankend spielte Lisicki. Die Vorjahreshalbfinalistin konnte nicht an ihre Weltklasse-Leistung anknüpfen, als sie die Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa geschlagen hatte.Gegen die gewohnt variabel spielende Kerber wirkte Lisicki zunächst verunsichert. Sie pushte und kämpfte sich dann aber in die Partie. Im zweiten Satz wehrte sie bei 4:5 und im Tiebreak insgesamt drei Matchbälle ab, um sich mit ihren Augen-zu-und-durch-Schüssen und harten Aufschlägen in den dritten Satz zu retten. Dann aber war die mental so überragende Kerber, die schon im Achtelfinale Kim Clijsters deklassiert hatte, die konstantere Spielerin. Trotz eines 3:5-Rückstands kämpfte sie sich zurück und brachte den Sieg nach Hause. Nach einem Rückhandfehler der Kontrahentin nutzte Kerber, die am Montag mindestens auf Platz sieben der Weltrangliste klettert, Matchball Nummer fünf. Auch im dritten Vergleich im Hauptfeld eines Turniers mit ihrer voraussichtlichen Olympia-Doppelpartnerin ging Kerber schließlich als Siegerin vom Platz. Damit erreichte sie als vierte Deutsche in der Profi-Ära der Grand-Slam-Turniere die Vorschlussrunde von Wimbledon – nach Bettina Bunge (1982), Steffi Graf (zehn Mal zwischen 1987 und 1999) und Lisicki (2011).
Werbung
Kohlschreiber schaffte am Dienstag mit einem souveränen 6:1, 7:6 (7:4), 6:3-Sieg gegen den US-Qualifikanten Brian Baker das beste Grand-Slam-Resultat seiner Karriere. Der an Nummer 27 gesetzte Kohlschreiber spielt an diesem Mittwoch nun gegen den Weltranglisten-Sechsten Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich. Vor Kohlschreiber hatte Mayer seine Hängepartie vom Vortag gegen den Franzosen Richard Gasquet mit 6:3, 6:1, 3:6, 6:2 gewonnen und sich damit ein Duell mit dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic gesichert. Die Partien werden vom Pay-TV-Sender Sky übertragen.
Frauen: Serena Williams (USA) - Petra Kvitova (Tschechien) 6:3, 7:5; Radwanska (Polen) – Maria Kirilenko (Russland) 7:5, 4:6, 4:4 (unterbrochen); Paszek (Österreich) – Azarenka (Weißrussland).
Autor: dpa



