Schelinger Winzer

Kilian Schneider ist neuer badischer Weinbaupräsident

Gerold Zink

Von Gerold Zink

Mo, 03. Mai 2010 um 15:42 Uhr

Vogtsburg

Kilian Schneider hat es geschafft: Der 51-jährige Winzermeister aus dem Vogtsburger Ortsteil Schelingen zum neuen Präsidenten des Badischen Weinbauverbandes gewählt worden.

VOGTSBURG-SCHELINGEN / FREIBURG. Schneider setzte sich am Montag in Freiburg gegen Martin Schmidt (55) aus Auggen im Markgräflerland im ersten Wahlgang durch.

Schneider, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Winzergenossenschaft Oberbergen ist, war erst vor wenigen Wochen zum neuen Bereichsvorsitzenden des Badischen Weinbauverbandes am Kaiserstuhl gewählt worden. Damit es nicht zu einer Ämterhäufung kommt, will Schneider dieses Amt nun demnächst wieder abgeben. "Badischer Weinbaupräsident und Bereichsvorsitzender des Kaiserstuhls, das ist zu viel", sagte er.

Gerhard Hurst war nicht mehr angetreten

Mit Schneider folgt ein Kaiserstühler einem Ortenauer als Präsident des Badischen Weinbauverbandes nach. Der bisherige Verbandspräsident Gerhard Hurst (70), der sich zahlreiche Verdienste um den badischen Weinbau erworben hat, war aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Hurst hatte sich in hohem Maße für die Belange der badischen Winzer eingesetzt. Er wurde deshalb allenthalben sehr geschätzt.

Die Entscheidung, wer auf Hurst folgt, lag in den Händen des Verbandsausschusses des Badischen Weinbauverbandes. In ihm sitzen unter anderem die neun Bereichsvorsitzenden und ihre Stellvertreter sowie Vertreter von BLHV, Landfrauen, Landjugend, Vinissima, Genossenschaftsverband und der badischen Weingüter. Auch die Badische Weinkönigin ist stimmberechtigt.

Befürworter der gemeinsamen Weinwerbung

Zu neuen Vizepräsidenten des Badischen Weinbauverbandes wurden gewählt: Claus Burmeister, Geschäftsführer des Weingutes Heitlinger in Östringen-Tiefenbach und Sprecher der badischen Weingüter, Wilfried Dörr, Vorstandsmitglied des Badischen Winzerkellers in Breisach, Ernst Nickel, Geschäftsführer der WG Wolfenweiler, und Franz Benz aus Oberkirch (Ortenau).

Schneider kündigte an, sich unter anderem für eine gemeinsame badische Weinwerbung einzusetzen und gegen die Aufhebung des Anbaustopps für Reben zu kämpfen. Ferner will er sich im Rotweinbereich für eine spezielle Kennzeichnung des eher romanischen und des eher fruchtigen Spätburgundertyps stark machen.

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