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30. November 2011
Attraktiver durch neuen Zuschnitt
Der Bebauungsplan Herrenweg in Kippenheim wird geändert.
KIPPENHEIM. Der Bebauungsplan Herrenweg ist im Jahr 2006 in Kraft getreten, jetzt beschloss der Gemeinderat einstimmig die erste Änderung. Sie beinhaltet eine Neuordnung der innen liegenden Grundstücke, eine Nachverdichtung der Wohnbebauung und eine Erweiterung der zulässigen Bauweise auf Einzel- und Doppelhäuser sowie eine verbesserte Gebäudeausrichtung zur solaren Energienutzung.
Der gültige Bebauungsplan weist entlang der B 3 ein Mischgebiet aus, dahinter grenzt ein allgemeines Wohngebiet an. Etwa fünf Jahre nach der Erschließung im Frühjahr 2007 wurde festgestellt, dass das komplett gemeindeeigene Bauland nur zögerlich in Anspruch genommen wird, von 28 Plätzen sind zwölf bebaut. Besonders im Innenbereich konnten bisher kaum Bauplätze verkauft werden, wie Bürgermeister Matthias Gutbrod sagte. Als Grund für die fehlende Akzeptanz nannte er den ungünstigen Zuschnitt der Grundstücke, die eigentlich für den Bau von Doppelhäusern bestimmt seien. Die Bauplätze haben eine Tiefe von 33 bis 40 Meter bei Grundstücksbreiten von 12 bis 15 Metern, für eine Bebauung mit Doppelhäusern sind sie also etwas groß.Werbung
Der gebilligte Entwurf von Architekt Georg Heer aus Lahr sieht vor, dass anstelle der zulässigen zehn Doppelhäuser 13 Einzelhäuser mit Grundstücksgrößen zwischen 390 und 500 Quadratmetern entstehen, wobei die Gebäude südwestlich orientiert sind. Entsprechend müssen die Baufenster erweitert, die Festsetzung der zulässigen Bauweise und der örtlichen Bauvorschriften angepasst werden. Mit der Planänderung werden die Grundzüge der ursprünglichen Planung nicht berührt, der Gebietscharakter des Wohngebiets, die Lage der Wohnbauflächen und das Maß der baulichen Nutzung bleiben erhalten. Lediglich für die Erschließung der Grundstücke müssen kleinere Maßnahmen wie Kanal- und Versorgungsanschlüsse erfolgen, ansonsten ist der Planbereich erschlossen.
Statt lang gestreckter Grundstücke entstehen jetzt meist quadratische Plätze, die besser zu bebauen seien und für die der Bedarf vorhanden sei, wie der Bürgermeister betonte. Wie seine Gemeinderatskollegen ist auch er der Meinung, dass das Wohngebiet mit der ersten Änderung an Attraktivität gewinnt.
Im Nachgang beschloss der Gemeinderat das Vorkaufsrecht für ein Gartengrundstück in der Bachgasse in Anspruch zu nehmen. Es liegt in einer Reihe von kleineren Grundstücken, die einzeln betrachtet für alle für eine Bebauung zu klein wären. Eine Bebauung mache nur Sinn, wenn man den ganzen Streifen und daneben liegende Fläche in Anspruch nehmen könnte, so Gutbrod. Der Kaufpreis beträgt 6328 Euro, ist der Kauf vollzogen, ist die Gemeinde im Besitz von drei Grundstücken hintereinander, drei bis fünf müssten noch erworben werden.
Autor: Andrea Bär
