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09. April 2014

Das Juze ist auf einem guten Weg

Die Leiterin Heike Dolenga hat im Gemeinderat über ihre Arbeit in Kippenheim und Schmieheim berichtet.

  1. Mike Hertenstein, Heike Dolenga, Markus Mai, Marius Büchele (von links) wussten ein positives Bild vom Juze zu vermitteln. Die Gemeinderäte registrierten das erfreut. Foto: heidi fössel

KIPPENHEIM. Kippenheim hat – zumindest zur Zeit – ein Sorgenkind weniger: das Jugendzentrum. "Es geht was" freuten sich die Gemeinderäte, "wir sind auf einem guten Weg" stellt Bürgermeister Matthias Gutbrod fest, als Heike Dolenga in der Gemeinderatssitzung am Montag eine Bilanz ihrer eineinhalbjährigen Arbeit vorgelegt hat.

Die Leiterin des Juze war nicht allein in den Sitzungssaal gekommen, sondern in Begleitung von drei Jugendlichen. Die hatten ein Anliegen, das sie selbst den Gemeinderäten und der Verwaltung vortragen wollten. Wenn sie auf die Skateranlage kommen, sei die jedes Mal mit Müll und Scherben übersät, die sie erst einmal wegmachen und die Anlage sauber machen müssen, ehe sie ihrem Hobby nachgehen könnten. "Die Anlage soll ordentlicher werden", meinte Mike Hertenstein. All zu große Hoffnung auf Besserung mochte ihm der Bürgermeister indes nicht machen, da die Anlage nicht dauernd überwacht werden könne.

Derartige Probleme musste Heike Dolenga nicht ansprechen. Im Gegenteil. Ihr Bericht war eher einer kleine Erfolgsstory. Die nach außen hin augenscheinlichste Veränderung ist, dass sich das Verhältnis zwischen Juze-Besuchern in Kippenheim und den Anwohnern offensichtlich entspannt, nachdem es in der Vergangenheit von Seiten der Anwohner klagen über Lärm und auch schon handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben hat.

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Erfolgreich war auch der Versuch, das Juze nach außen zu öffnen. Zum Ortsjubiläum und zum Weihnachtsmarkt haben die Jugendlichen eine Kaffeestube eingerichtet und den Erlös von 150 Euro an den Tierschutzverein Lahr gespendet. Die Jugendlichen haben die Bewohner der Seniorenwohnanlage zum Adventstee eingeladen. Sie haben am Ferienprogramm teilgenommen, Schulklassen und auch Eltern sind zu Besuch gekommen. Am 28. April ist die Georg-Wimmer-Schule zu Gast. Auch die Jugendfeuerwehr wird im Juze vorbeikommen.

Den Kontakt zu den Vereinen will Heike Dolenga verstärken mit dem Ziel, damit sich die Jugendlichen den Vereinen anschließen. Kreativtage, Themenabende, Billardturniere, Weihnachtsbäckerei, ein Konzert mit zwei Schulbands (Dolenga: "Sicher nicht das letzte"), die Liste des Angebots, das die Leiterin aufzählte, war lang. Weggefallen ist das Mittagessen für Schüler, da es keinen Nachmittagsunterricht mehr gibt. Erfreut registrierte Dolenga, dass sich aus dem Kreis der Schüler, die einen Raum des Juze renoviert haben, eine Gruppe gebildet hat, die sich dort trifft.

Acht bis zehn Jugendliche sind regelmäßig in Kippenheim

Acht bis zehn Jugendliche treffen sich montags und mittwochs von 16 bis 19 Uhr regelmäßig im Juze in Kippenheim, berichtete die Leiterin weiter. In Schmieheim sind es zehn bis zwölf. Dort gibt es zwei Gruppen. Die Jüngeren treffen sich donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr, die Älteren von 17.30 bis 19 Uhr. Zwei Gruppen deshalb, weil Grundschüler gekommen sind, und die Älteren der Meinung waren, das Juze sei kein Kindergarten. Für die Jüngeren gibt es ein Monatsprogramm. Das Angebot für die Älteren entspricht dem in Kippenheim. "Einsatz, Engagement, Enthusiasmus und Erfolg", steht auf dem Logo des Juze. Und dem, so Heike Dolenga, werde es auch gerecht.

Erfreut haben die Gemeinderäte ihren Bericht entgegengenommen. Die Fraktionssprecher Carola Richter (CDU), Matthias Stulz (FWV) und Irene Preschle (SPD) sparten nicht mit Lob. Besonders erfreut waren sie, dass sich das Verhältnis zwischen Anwohnern und Juze-Besuchern entspannt hat.

Autor: Theo Weber