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04. November 2011

Ein kompletter Neuanfang im Juze

Melanie Bühler ist die neue Leiterin des Kippenheimer Jugendzentrums / Vorerst Dienstag und Donnerstag geöffnet.

  1. Melanie Bühler (Mitte) ist neue Leiterin des Juze, rechts Matthias Gutbrod. Foto: theo weber

KIPPENHEIM. Melanie Bühler ist die neuer Leiterin des Jugendzentrums Kippenheim. Bürgermeister Matthias Gutbrod hat die 31 Jahre alte gebürtige Freiamterin gestern Nachmittag der Presse vorgestellt. Damit ist die Einrichtung für die Kippenheimer Jugendlichen in der Poststraße nach einem halben Jahr wieder geöffnet. Nach teilweise massiven Auseinandersetzungen zwischen Besuchern und Anwohnern hatte die Gemeinde Mitte Mai die Reißleine gezogen und das Juze geschlossen.

Mit Melanie Bühler will die Gemeinde nun einen Neuanfang starten, nachdem die Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt, die bislang für den Betrieb des Juze zuständig war, beendet wurde. "Ich bin Quereinsteigerin", sagt die neue Leiterin, die 31 Jahre alt ist und seit zehn Jahren in Kippenheim wohnt. Sie hat keine pädagogische Ausbildung, aber Erfahrung in der Arbeit mit jungen Menschen. In der "Ludinmühle" hat die gebürtige Freiamterin ebenso Kinder und Jugendliche betreut wie auch im Europa-Park.

"Wir sind uns im Gemeinderat einig gewesen, dass ein Studium nicht unbedingt Voraussetzung sein muss, wir sind der Auffassung gewesen, es muss passen", sagt Bürgermeister Matthias Gutbrod. Es müsse passen zwischen Gemeinde und Juze-Leiterin, aber auch zwischen ihr und den Besuchern. "Es passt", sind die ersten Erfahrungen.

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Das Juze hat seit der Schließung im Mai die Verwaltung und den Gemeinderat stark beschäftigt. Ziel sei immer gewesen, die Einrichtung wieder zu öffnen, um den Kippenheimer Jugendlichen eine Anlaufstelle zu bieten. Melanie Bühler hat konkrete Vorstellungen zum Konzept. Das Juze, das zunächst dienstags und donnerstags von 16 bis 19 Uhr geöffnet ist, soll ein Treff für die Jugend sein zum Musikhören, Kickern, Billard spielen, Reden – zum Abhängen eben. Sie plant Projekte wie gemeinsames Kochen oder im Bereich Musik. Sie bietet den Jugendlichen an, sie bei der Suche nach Praktikaplätzen zu unterstützen, sie möchte Betriebsbesichtigungen organisieren oder Fachleute zu bestimmten Themen oder Berufen ins Juze holen. Sie will Ansprechpartnerin und Ratgeberin sein. Mit der Voraussetzung, dass die Jugendlichen das auch wollen. Nach den Gesprächen mit der Verwaltung, in der Hauptamtsleiter Reiner Walter zuständig für das Juze ist und nach den ersten Tagen des wieder geöffneten Juze ist Gutbrod überzeugt, dass es funktioniert. Das wäre auch in einer anderen Hinsicht wichtig. Denn das Juze liegt mitten im Ortskern und da soll es nach den Vorstellungen von Verwaltung und Gemeinderat auch bleiben. Voraussetzung dafür ist allerdings ein gutes Einvernehmen mit den Nachbarn.

Autor: Theo Weber