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16. November 2011
Ein Plan fürs neue Zentrum
Das Dienstleistungszentrum am nördlichen Ortseingang von Kippenheim nimmt Formen an.
KIPPENHEIM. Geschlossen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag der Planung eines Dienstleistungszentrums am nördlichen Ortseingang im Baugebiet Herrenweg zugestimmt. Laut Plan soll dort ein Zentrum für Gewerbe, Handel und Wohnen mit einer Gesamtfläche von etwa 3000 Quadratmeter entstehen, verteilt auf drei Etagen.
Schon im vergangenen Jahr waren Planungen vorangetrieben worden, um auf dem 2750 Quadratmeter großen gemeindeeigenen Gelände ein Gesundheits- und Dienstleistungszentrum zu etablieren, das Vorhaben konnte bisher nicht umgesetzt werden. Daraufhin hat die Verwaltung nach einem positiven Beschluss im Gemeinderat die STEG mit einer Projektentwicklung beauftragt. Die STEG mit Sitz in Stuttgart ist unter anderem ein städtebaulicher Dienstleister in Sachen Stadtentwicklung mit Wertschöpfung aus vorhandenen Potentialen, erklärte deren Vertreter Oliver Matzek. Ziel sei neben der Entwicklung der Fläche, den Ortseingang mit einem markanten Gebäude zu prägen. Für das dahinterliegende Wohngebiet soll der Baukörper im Mischgebiet mit größtmöglicher Ausnutzung als Schallschutz dienen.Werbung
Vorgesehen ist laut Projektleiterin Saskia Wiedemann von der STEG ein längerer Baukörper entlang der B 3 und ein kürzerer Kubus, der so platziert wird, dass eine L-Form entsteht. Um den Schallschutz zu gewährleisten, sind beide Baukörper mit einem Laubengang verbunden. Entstanden ist das Planungskonzept in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Mathis und Jägle aus Kippenheim. Es visualisiert neben den Gebäudekörpern mit ihren Fassaden eine mögliche Kubatur, Infrastruktur und die Flächen, was für die Vermarktung wichtig ist. Das Erdgeschoss hat Potential für Flächen mit einer Größenordnung von etwa 770 Quadratmatern, das Obergeschoss eine Fläche mit etwa 800 Quadratmeter, diese sollen durch einen kleinteiligen Einzelhandel, Dienstleister oder Praxen genutzt werden. Im zurückgesetzten Dachgeschoss sind auf einer Fläche von etwa 600 Quadratmetern fünf bis sechs Wohneinheiten vorgesehen. Insgesamt sind 44 Stellplätze vorgesehen, sie werden teils oberirdisch, teils in einer Tiefgarage angeordnet.
Das vorgestellte Konzept sei ein städtebaulicher Platzhalter, der in Größe und Nutzung je nach Nachfrage marktorientiert und bedarfsgerecht sein werde, erklärte Oliver Matzek. Es sei gleichzeitig ein Vermarktungsinstrument, um mit dem realisierbaren Projekt regional und lokal in die Vermarktung zu gehen. Das übernimmt die STEG, neben der Aquisition von Bauträgern und Investoren macht sie sich auch auf die Suche nach Miet- oder Kaufinteressenten.
Mit der Beauftragung zur Projektentwicklung auf dem Grundstück sei die ursprüngliche Zielrichtung dieselbe geblieben, jedoch mit einer Öffnung in alle Richtungen, bestätigte Matzek auf Nachfrage von Annerose Mattmüller (CDU). Unterschied zum ersten geplanten Projekt ist, dass sich die STEG um die Vermarktung selbst kümmert. Würde das Projekt so umgesetzt werden, entständen Baukosten in Höhe von etwa vier Millionen Euro.
Autor: Andrea Bär
