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01. Juni 2011

Jugendzentrum bleibt vorerst geschlossen

Neues Konzept bis zum Herbst.

KIPPENHEIM (fi). Das Kippenheimer Jugendzentrum in der Poststraße wird vorerst nicht wieder geöffnet. Das erklärte gestern Bürgermeister Matthias Gutbrod gegenüber der Badischen Zeitung. Die Entscheidung war am Montagabend vom Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung gefallen. Ein Dauerzustand soll dies aber nicht bleiben. Verwaltung und Gemeinderat wollen in einer Art Denkpause bis zum Herbst über ein neues Konzept für die Jugendseinrichtung entscheiden und dann die offene Jugendarbeit auch wieder fortsetzen, so der Bürgermeister.

Zur Erinnerung: Anfang Mai hatte der Gemeinderat die Schließung verfügt und damit auf Klagen der Anwohner reagiert, die ihre Nachtruhe gestört sahen. Zuletzt soll es auch zu verbalen Auseinandersetzungen, gar zu Handgreiflichkeiten gekommen sein, wobei die Aussagen darüber weit auseinander gehen. Mit der zunächst bis auf den 29. Mai befristeten Schließung des Jugendzentrums habe der Gemeinderat zunächst ein Zeichen setzen und zeigen wollen, dass er die Beschwerden der Anwohner und ihr eingefordertes Recht auf Nachtruhe ernst nimmt.

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Offensichtlich war das Gremium am Montagabend sich darin einig, dass Voraussetzung für die Wiederöffnung des Jugendzentrums eine neue Konzeption sein müsse. Um dieses Konzept zu erarbeiten, will sich die Gemeinde nun noch Zeit geben, "auch weil aus Erfahrung in den Sommer- und Ferienmonaten das Jugendzentrum ohnehin nicht so stark besucht ist", erklärte der Bürgermeister gestern.

Wie es also weitergehen wird mit der offenen Jugendarbeit in Kippenheim ist noch offen. "Es gab zu dem Thema im Gemeinderat viele Impulse. Jetzt müssen wir aus dem Impulsen ein schlüssiges Konzept entwickeln, das sowohl eine Verbesserung für die Jugendlichen als auch für Anwohner bringt", sagte der Bürgermeister. Große Chance sieht er dafür, dass die Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt fortgesetzt wird. Er wolle aber nicht ausschließen, dass die neue Konzeption für die Betreuung des Jugendzentrums auch andere Modelle hervorbringen wird.

Autor: fi