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30. Juli 2011

Juze soll im Herbst wieder öffnen

Zusammenarbeit mit der Awo beendet / Jugendbetreuer oder -betreuerin wird von der Gemeinde eingestellt.

  1. Die Einladung an die Jugendlichen. Foto: Heidi Foessel

  2. Das Jugendzentrum in Kippenheim soll im Herbst wieder geöffnet werden. Auf Dienstag sind die Jugendlichen zu einem Gespräch mit dem Bürgermeister eingeladen. Foto: fotos: heidi fössel

KIPPENHEIM. Seit Anfang Mai ist das Jugendzentrum in Kippenheim geschlossen. In Herbst soll es wieder eine Auflaufstelle für Jugendliche sein. Die Gemeinde Kippenheim sucht einen Jugendbetreuer oder eine Jugendbetreuerin, der oder die die Leitung der Einrichtung übernimmt. Die Stelle ist zunächst auf 20 Wochenstunden ausgeschrieben, über die Aufteilung zwischen Kippenheim und Schmieheim ist dabei noch nicht entschieden. Der bisherige Juze-Leiter Volker Weber wird nach zehn Jahren in Kippenheim zum 1. August eine Stelle in einer anderen Gemeinde antreten.

Das Jugendzentrum in der Poststraße gibt seit Jahren Anlass für Diskussionen zwischen Besuchern und Anwohnern, die nachts ihre Ruhe haben wollen. Die Sache hat sich hochgeschaukelt und ist im Frühjahr eskaliert. Neben verbalen Auseinandersetzungen sei es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen, hat Bürgermeister Matthias Gutbrod Anfang Mai erklärt. Der Gemeinderat hat dies zum Anlass genommen, ein Zeichen zu setzen und hat das Jugendzentrum geschlossen.

Seither haben zahlreiche Gespräche mit der Arbeiterwohlfahrt, die das Jugendzentrum bislang betreut hat und von der auch der Jugendbetreuer kam, stattgefunden, um ein neues Konzept für die offene Jugendarbeit in Kippenheim zu finden. Gleichzeitig haben Verwaltung und Gemeinderat überlegt, einen eigenen Weg zu gehen und die Stelle künftig bei der Gemeinde anzusiedeln. Diesen Weg geht die Gemeinde nun. Am heutigen Samstag wird die Stelle in den Tageszeitungen ausgeschrieben, bis 25. August läuft die Bewerbungsfrist. Im Oktober, so die Vorstellung von Bürgermeister Matthias Gutbrod, könnte das Juze wieder für die Jugendlichen geöffnet werden.

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Im Gespräch mit der Badischen Zeitung sagte der Bürgermeister, dass der Gemeinderat Vorstellungen entwickelt und einige Eckpunkte gesetzt habe für die künftige Arbeit. Gleichwohl solle mit der künftigen Jugendbetreuerin oder dem Jugendbetreuer ein Konzept entwickelt werden. Dem Gemeinderat, so der Bürgermeister, sei wichtig, dass die Mittagsbetreuung von 12 bis 14 Uhr für die Schüler der Werkrealschule, die nicht in der Schule zu Mittag essen, wie bisher im Juze stattfindet. Dieses Angebot sei von den Schülern bisher gut angenommen worden, sagte Gutbrod.

Weiter gewünscht ist eine stärkere Verknüpfung von Jugend, Vereinen und Schule. Das Jugendzentrum soll nicht nur ein Platz sein, um dort die Zeit zu verbringen. Die Betreuungsperson soll Ansprechpartner sein und Hilfestellung geben, die Jugendliche unterstützen beispielsweise bei der Berufsfindung oder Firmenbesuche organisieren. Sie sollte auch das Juze enger mit den Vereinen verknüpfen und Kontakte zu den Jugendbetreuern der Vereine herstellen. Schließlich soll auch der Kontakt zwischen Schule und Juze enger werden. Und nicht zuletzt soll Mitverantwortung für das Ferienprogramm übernommen werden. Diese Eckpunkte sollen kein Dogma sein, sagt Gutbrod, vielmehr sind eigene Ideen erwünscht. "Das Juze soll Teil des Ortes und voll integriert werden", sagt der Bürgermeister. Er will auch die Meinung der Jugendlichen kennen lernen. Sei sind zu einem Gespräch eingeladen auf Dienstag, 2. August, um 17 Uhr im Juze Kippenheim und auf Mittwoch, 3. August, um 17 Uhr im Juze Schmieheim.

Autor: Theo Weber