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24. Juli 2010

Kippenheim hat nun eine Bücherei

Ein Frauen-Trio hat mit Unterstützung des Bürgermeisters die Idee in die Tat umgesetzt.

  1. Bürgermeister Matthias Gutbrod begutachtet die neue Bücherei, die von Carmen Karcher, Daniela Goth und Cordula Siefert initiiert worden war. Morgen laden sie zum Tag der offenen Tür ein. Foto: Sandra Decoux-Kone

KIPPENHEIM (ab). Bücherwürmer dürfen sich freuen, ab der kommenden Woche steht ihnen in der Oberen Hauptstraße eine öffentliche Bibliothek mit aktuellen Büchern zur Verfügung. Initiiert wurde sie von der Gruppe Jugend, Familien, Senioren aus dem Projekt Lebensqualität durch Nähe.

Nach zwei Jahren der Informationsphase sind Daniela Goth, Carmen Karcher und Cordula Siefert endlich am Ziel angekommen, entsprechende Räume sind gefunden und mit den Finanzen hat es auch geklappt. In einem ersten Gespräch mit Matthias Gutbrod, damals noch Hauptamtsleiter, sagte er seine Unterstützung zu. "Eine Bücherei ist eine Bereicherung für die Gemeinde", sagt er im Pressegespräch.

Ursprünglich hatten die Frauen die Idee einer Tauschbücherei. Nach einer Rundtour durch verschiedene kleinere Bibliotheken in Umlandgemeinden nahmen sie jedoch Abstand davon. Der Entschluss, eine richtige Bücherei einzurichten, war gefasst. Probleme waren die Finanzierung und die Räume. Deshalb beteiligte sich das dynamische Team am Weihnachtsmarkt mit einem Stand, ein Aufruf für Bücherspenden fand ebenfalls eine gute Resonanz. Aus deren Verkauf legte man den finanziellen Grundstock. Bald gab es dann von Matthias Gutbrod, inzwischen Bürgermeister, eine Zusage über einen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro, hinzu kamen einige Spenden. Auch auf der Suche eines passenden Raumes war der Bürgermeister behilflich, er wurde mit dem ehemaligen Notarzimmer gefunden. Mittlerweile ist die Bücherei eingerichtet, klein, aber fein ist sie geworden. Zu bieten hat sie jede Menge Belletristik, Krimis und Hörbücher sowie Bücher für Kleinkinder und Jugendliche. "Die Altersgruppe von sechs bis zehn Jahre deckt bereits die Schule ab, der wollen wir keine Konkurrenz machen", sagt Karcher. Zielgruppen seien Mütter mit Kleinkindern und Senioren. Die ausbaufähige Bücherei soll ein Treffpunkt für Jung und Alt werden, dafür passe sie gut in das "Haus der Begegnung" mit Physio- und Hebammenpraxis sowie Grundbuchamt, sagt der Bürgermeister.

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Jeder interessierte Leser erhält für zehn Euro einen Leseausweis, dann kann er sich immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr und freitags von 17 bis 19 Uhr das ganze Jahr über Bücher ausleihen. Darüber hinaus macht sich die Projektgruppe bereits Gedanken über Veranstaltungen. Eine erste ist morgen, Sonntag, geplant. Um 11 Uhr öffnet die Bücherei beim Tag der offenen Tür die Pforten für interessierte Leser.

Autor: ab