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19. März 2011

Schwimmbad Kippenheim

KOMMENTAR: Nägel mit Köpfen

Chapeau lässt sich nur bewundernd zu dem sagen, was Verwaltung und Gemeinderat aus selbigem gezaubert haben: einen Betreiber fürs Schwimmbad. Das 90 Jahre alte Bad war zwar in schöner Regelmäßigkeit Thema in den Haushaltsberatungen, ernsthaft ist es indes erst in den zurückliegenden Wochen angepackt worden. Mit Rüdiger van der Vliet tritt ein kompetenter Partner an, der mit seiner Firma Sport- und Freizeitmanagement nun acht Schwimmbäder betreibt, unter anderm auch das Bad in Herbolzheim, ebenso wie eine Reihe von Sportparks, darunter den in Kippenheim. Auf den ersten Blick erscheint eine Reduzierung des Defizits um 15 Prozent nicht gerade viel. Weit schwerer wiegt indes die Einsparung im organisatorischen und im Verwaltungsbereich sowie im Bauhof. Was man zudem bekommt, ist ein professionelles Management, von dem in erster Linie die Badegäste profitieren werden. "Es kann nicht sein, dass es an einem Sommersonntag keine Pommes gibt, weil im Kiosk nur eine Haushaltsfritteuse steht", hat Rüdiger van der Vliet beispielsweise gesagt. Das Schwimmbad als Dienstleistungsunternehmen, als Ort für Events, an dem sich Gäste rundum wohlfühlen und gern ihre Freizeit verbringen, diesem Anspruch kann ein professioneller Betreiber in viel größerem Maß gerecht werden als eine Kommune. An diesem Anspruch muss er sich dann aber auch messen lassen. Genügt er dem, dann ist es eine Win-Win-Situation, für den Betreiber, für die Kommune und vor allem für die Badegäste. Als Gewinner dürfen sich bereits jetzt Gemeinderäte und Verwaltung fühlen. Sie haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, in kurzer Zeit Probleme anzupacken und Lösungen zu finden. Der Gemeinderat hat erneut seine Bereitschaft gezeigt, Altlasten zügig aufzuarbeiten, um den Blick nach vorn frei zu haben für die Arbeit an der Zukunft Kippenheims.

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Autor: Theo Weber