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17. November 2011

Nachrücker Klaus Braun auch erster Stellvertreter

Torsten Steiner hat nach 17 Jahren sein Mandat aufgegeben.

  1. Klaus Braun (links) rückte für Torsten Steiner in den Ortschaftsrat nach und wurde auch zu seinem Nachfolger als erster Stellvertreter der Ortsvorsteherin Christa Dietz gewählt. Foto: heidi fössel

KIPPENHEIM-SCHMIEHEIM (tw). Nach 17 Jahren hat Torsten Steiner (SPD) den Ortschaftsrat verlassen. Für ihn rückt Klaus Braun nach, der auf der Liste der SPD erster Ersatzbewerber gewesen ist. Da Steiner auch als erster Stellvertreter der Ortsvorsteherin fungierte, ist eine Nachwahl erforderlich gewesen. Mit Mehrheit haben die Ortschaftsräte in der Sitzung am Dienstag im Schmieheimer Schloss Klaus Braun gewählt.

Die Wahl ging nicht ganz reibungslos über die Bühne. Der zunächst von Giuseppe Fittipaldi (SPD) vorgeschlagene bisherige zweite Stellvertreter Manfred Huck lehnte es ab, erster Stellvertreter zu werden. Fittipaldi schlug daraufhin Wolfgang Füner vor, der auch bereit gewesen wäre, das Amt zu übernehmen. Klaus Braun, gerade erst als Ortschaftsrat verpflichtet, sprach sich für einen Kandidaten aus, der wie Steiner aus der SPD kommt. Er schlug sich selbst und Norbert Meier als Kandidaten vor. Nach Brauns Begründung, der Ortsvorsteherstellvertreter "muss einer sein, der zum Ortschaftsrat steht", verzichtete Füner. Auch Meier ließ Braun den Vortritt.

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In der Abstimmung erhielt Braun fünf der sieben Stimmen. Ortsvorsteherin Christa Dietz beendete daraufhin die Abstimmung. Fittipaldi und Huck hatte so keine Möglichkeit, ihren Willen kund zu tun, ob sie sich nun der Stimme enthalten oder gegen Braun stimmen wollten.

Eingangs hatte die Ortsvorsteherin Steiner verabschiedet. Sie erinnerte daran, dass er 1994, als er erstmals in den Ortschaftsrat gewählt wurde, noch keine 30 Jahre alt war. Offen und besonnen sei er immer gewesen, habe Interesse an allem gehabt, was die Gemeinde betrifft. Steiner habe ruhige und stürmische Zeiten mitgemacht bis hin zur Diskussion um den Ortschaftsrat, die ihn im Verein mit einer beruflichen Veränderung dazu bewogen habe, das Amt aufzugeben, stellte Christa Dietz fest. Er bleibe dem Ortsteil im Gemeinderat, in den Vereinen und in der Gruppe "Lebensqualität durch Nähe" erhalten, sagte sie und überreichte ihm ein Geschenk sowie seiner Lebenspartnerin Ute Frech einen Blumenstrauß.

Es sei eine schöne Zeit gewesen, er hätte die 20 Jahre im Ortschaftsrat gern voll gemacht, sagte Torsten Steiner. Er machte deutlich, dass ihm die Diskussion um den Ortschaftsrat sehr zugesetzt und letztlich den Ausschlag für sein Ausscheiden aus dem Ortschaftsrat gegeben habe. "Ich habe kein so dickes Fell wie andere, ich habe den psychischen Druck nicht mehr ausgehalten", stellte er fest und bedankte sich bei seinen Ortschaftsratskollegen für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren.

Autor: tw