Neues Konzept kommt an

Andrea Bär

Von Andrea Bär

Di, 21. Februar 2017

Kippenheim

Beim närrischen Rot-Weiß-Ball des SV Schmieheim wurde viel gelacht und gefeiert.

KIPPENHEIM-SCHMIEHEIM. Schon die Ankündigung des Rot-Weiß-Balls des SV Schmieheim im Gemeindeblatt hatte sich in einem neuen Outfit gezeigt. Um so gespannter waren die Besucher auf das, was sie am Samstagabend erwartete.

Vorsitzender des Sportvereins Reiner Meier hatte in seiner Begrüßung ein neues Konzept mit einigen Änderungen angekündigt. Der Begeisterung im Publikum tat das keinen Abbruch, die Stimmung war ausgelassen. "De Hämme aus Kuhbach" (Helmut Dold) sorgte mit Witzen, lustigen Geschichten und Liedern wie dem "Muggesegeliblues" oder dem "Wurstsalatsong" für viele Lacher. Das Programm war ansonsten gespickt mit Tänzen, Sketchen, Büttenreden und Musik. "Elfriede Grimmelwidlich" (Dieter Henninger) versprühte in ihrem blau weiß karierten Kleid und mit kessem Hütchen auf dem Kopf herzerfrischenden Charme. Mit ihrer Lästerei über alles und jeden leitete sie durchs Programm, begleitet von närrischen Seitenhieben. Einer galt ihrem Patenkind Nico Hermann, der in seiner Büttenrede bedauerte, dass seine Eltern immer noch bei ihm wohnten und ihn in seinem Energiesparmodus störten, denn "früh aufstehen ist der erste Schritt in die falsche Richtung".

Als "Seppl" plauderte Sebastian Reichel aus seinem Eheleben und bestätigte seiner Frau: "Du hesch recht un ich bin schuld". Die Stimmung stieg, als "Oli Kannit" und "Günther Willnit" (Oliver Häberle und Günther Eichhorn) die Bühne betraten. Die beiden Bauhofmitarbeiter sind schon viele Jahre fester Bestandteil im Programm. Sie tratschten über kleinere Ursachen und größere Missgeschicke aus dem Dorfleben. Beim Zählen der Autos, die durch den Schlossgarten fahren, brauchten sie nebst Fernglas einen Kasten Bier, um die Fahrzeuge doppelt zu sehen. Und sie forderten "Freie Durchfahrt für freie Bürger". Gelästert wurde auch über die Poststraße. Sie werde ja nur umgestaltet, weil die Kippenheimer nicht rückwärts fahren könnten. Darüber hinaus vermissten sie den Bürgermeister, aber der läge nach der Geburt seines zweiten Kindes Max noch in den Nachwehen, so ihre Erklärung.

Nach einem Tanz der Gruppe Dance Attack hieß es Bühne frei für Karaoke. Dazu holte sich Moderator Markus Meier bekannte Gesichter auf die Bühne, darunter Mitglieder der Alten Herren und die SV-Damen in ihren Petticoat-Kleidern. Beim Nachsingen bekannter Melodien war es nicht immer einfach, den richtigen Ton zu treffen, da blieb kein Auge trocken. Eine Bereicherung war der Auftritt der Kippenheimer Hexe mit einem Tanz, bei dem es um das Thema Wasser ging. Am Ende dankte der Vorsitzende Meier dem langjährigen Ansager Wolfgang Zeitler, der 20 Jahre lang den Rot-Weiß-Ball moderiert hatte und jetzt in Pension ist.