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21. November 2011

"Vorlesen ist eine wunderbare Sache"

Am Freitag haben sich 20 Zuhörer in der Kippenheimer Bücherei Geschichten vorlesen lassen.

  1. Heinz Siefert, Melanie Binz und Ursula Oßwald (links) haben am vergangenen Freitag in der Kippenheimer Bücherei aus Büchern vorgelesen, die ihnen am Herzen liegen. Foto: Andrea Bär

KIPPENHEIM (ab). Der erste Vorlesetag in der Kippenheimer Bücherei im vergangenen Jahr war so erfolgreich, dass die Gruppe Jugend, Familie, Senioren in diesem Jahr erneut den Mut fasste, am bundesweiten Vorlesetag einen Leseabend zu veranstalten. Die Verantwortlichen der Gruppe aus dem Projekt "Lebensqualität durch Nähe", Carmen Karcher, Daniela Goth und Cordula Siefert, waren auch am vergangenen Freitag mit der Resonanz zufrieden, an die 20 Lesefreunde fanden sich im kleinen Lesesaal der Bücherei ein.

"Vorlesen ist für die Zuhörer und Vorleser eine wunderbare Sache", sagte Carmen Karcher, bevor drei Gäste ihre Lieblingsbücher vorstellten. Nach dem Motto "Ein Buch vor den Augen verhindert ein Brett vor dem Kopf" tauchten die Zuhörer ein in die Geschichten und die feine Atmosphäre der Bücherei.

Den Anfang machte Ursula Oßwald mit dem Buch "Der Pestengel von Freiburg" von Astrid Fritz. Sie entführte in die Welt des Mittelalters. Für Oßwald ist es deshalb ein interessantes Buch, weil es mit seinem regionalen Bezug den starken Charakter einer Frau aufzeigt, die sie sich von alten Zwängen befreit und es schafft über eigene Fehler nachzudenken. Das Buch rege zum Nachdenken an, auch wegen der Parallelen der Vergangenheit und der heutigen Gesellschaft, sagte Oßwald.

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Um Beziehungen ganz anderer Art geht es im Buch "Das Ende ist mein Anfang" von Tiziano Terzani, einem ehemaligen Journalisten im asiatischen Raum, vorgestellt wurde es von Heinz Siefert. Das Buch beschreibt ein Zwiegespräch zwischen Vater und Sohn auf der großen Reise durch das Leben. Im Zwiegespräch erzählt der krebskranke Vater seinem Sohn aus seinem Leben, es geht dabei auch um die Auseinandersetzung mit der Krankheit und dem Sterben. "Das Buch mit seinen philosophischen und spirituellen Gesprächen über die fernöstliche Religion soll anregen, über die einfachen und grundlegenden Fragen des Lebens nachzudenken", sagte Siefert. Es erzählt die Erfahrungen des Journalisten, wie man vor seinem Tod gelassen vom irdischen Leben ablassen kann.

Mit dem Buch "Winterkartoffelknödel" von Rita Falk stellte Melanie Binz ein ganz anderes Genre vor, nämlich einen bayrischen Provinzkrimi. Der Krimi hat viel Charme, mit einem besonderen Flair wird die Eigenart von Charakteren und Lebensumständen geschildert, die letztendlich wichtiger sind als der eigentliche Kriminalfall. Mit viel Humor beschreibt es örtliche bayrische Begebenheiten, das Miteinander der Dorfbewohner sowie dienstliche und private Probleme des ermittelnden Gendarmen. Im Anhang des Buches finden sich deftige Kochrezepte für Gerichte, die die Oma des Hauptakteurs im Buch kocht.

Autor: ab