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19. Januar 2012

Wieder Zoff ums Kippenheimer Jugendzentrum

Die Polizei ist gerufen worden / In Schmieheim steigen Jugendliche übers Dach ins Juze ein.

  1. Das Juze steht wieder in der Kritik. Foto: heidi fössel

KIPPENHEIM (tw). Ein knappes Vierteljahr ist das Jugendzentrum in Kippenheim wieder geöffnet, nachdem es ein halbes Jahr geschlossen war. Doch schon harzt es wieder zwischen Juze-Besuchern und Anwohnern. Kürzlich ist die Polizei gerufen worden. Auch im Juze in Schmieheim, nach der Renovierung wieder eröffnet, hat es Probleme gegeben.

Massive Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern und Juze-Besuchern führten im Frühjahr dazu, dass die Gemeinde die Einrichtung in der Poststraße schloss. In der Folge ist auch die Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt beendet worden. Die Gemeinde wollte neue Wege gehen und gemeinsam mit einer neuen Leitung ein neues Konzept entwickeln.

Verwaltung und Gemeinderat waren und sind sich der Problematik bewusst, die sich durch die Lage des Juze mitten im Wohngebiet ergeben können. Sie hat deshalb auch die Öffnungszeiten auf zwei Tage, Dienstag und Donnerstag von 16 bis 19 Uhr, beschränkt, als die Einrichtung Ende Oktober mit der neuen Leiterin Melanie Bühler wieder geöffnet wurde. "Wir haben um das Problem, das der Standort mit sich bringt, gewusst, und deshalb die Öffnungszeiten eingeschränkt. Wir haben festgelegt, dass keine Jugendlichen über 18 Jahren ins Juze kommen dürfen. Aber wir wollten den Jugendlichen etwas anbieten", sagte Bürgermeister Gutbrod gestern der Badischen Zeitung.

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In der Gemeinderatssitzung am Montag indes machten Anwohner ihrer Verärgerung Luft. Eine Frau sei beleidigt, die Polizei geholt worden – nach Informationen der BZ offensichtlich von Juze-Besuchern. Weiter klagten die Anwohner darüber, dass abends und nachts Jugendliche sich beim Juze treffen und auch mit ihren Motorrollern auf dem Fußweg fahren. Auch für Gutbrod eine unerfreuliche Situation, die aber nicht dem Juze angelastet werden könne. "Wenn das außerhalb der Öffnungszeiten geschieht, ist das Sache der Polizei", wiederholte er im Gespräch mit der BZ das, was er bereits am Montag im Gemeinderat gesagt hatte. "Die Jugendlichen haben sich in der Vergangenheit immer wieder an verschiedenen Plätzen in der Gemeinde getroffen. Das kann bereits morgen ein anderer Platz als das Juze sein", versucht er, Emotionen aus der Sache herauszunehmen.

Der Leiterin Melanie Bühler bescheinigt er, sie mache eine gute Arbeit. "Sie sorgt dafür, dass während der Öffnungszeiten Ruhe ist und hat die Sache im Griff", stellte der Bürgermeister fest.

In Schmieheim haben, so stellte sich die Sache in der Gemeinderatssitzung dar, haben Jugendliche die Verriegelung eines Fensters so weit geöffnet, dass sie nach der Schließung so über ein Dach ins Juze gelangen und dort feiern konnten. "Das geht natürlich nicht", stellte der Bürgermeister klar.

Autor: tw