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08. Februar 2012

Als drittes "Nest" der Höllenzunft vorne mit dabei

BZ-INTERVIEW mit Kapitän Karl-Heinz Beck zum Jubiläum anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Brigitti-Matrosen in Kirchzarten .

  1. Karl-Heinz Beck Foto: Privat

KIRCHZARTEN. Seit 60 Jahren sitzen die "Brigitti-Matrosen" in einem Boot, ihr Leuchtturm markiert die närrische Hafenkneipe und ihr Humor prägt die Kirchzartener Fasnet. Ihren Kapitän, Karl-Heinz Beck, befragte aus aktuellem Anlass, unsere Mitarbeiterin Monika Rombach.

BZ: Die Brigitti-Matrosen laden anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens zum bunten Jubiläumsabend am Samstag, 11. Februar, 20.11 Uhr, ins Kurhaus Kirchzarten ein. Was erwartet die Besucher?

Beck: Das "Chaostheater Oropax" als Höhepunkt, seine Techniker unterstützen auch uns bei der Beschallung in der Kurhaushalle. Dazu Musik von "Jo & Jo" und zünftige Gastauftritte. Die Radiomoderatorin Julica Goldschmidt führt durch den Abend.

BZ: Wie entstand das Nest der Matrosen, die ihre Seemannskluft nur wenige Wochen im Jahr tragen und für ihren Humor weithin bekannt sind?

Beck: Gründer waren Mitglieder des Sportvereins Kirchzarten, sie erfanden die Brigitti-Matrosen. Als drittes "Nest" der Höllenzunft Kirchzarten tragen wir den Namen ihrer Sagengestalt "Brigitti-Hexe".

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BZ: Sie soll im ehemaligen Weiher der heutigen Bikenreute gewohnt haben, nicht unbedingt das "große Wasser" für gestandene Matrosen?

Beck: Als närrische Matrosen sind unser Element die Wogen des närrischen Frohsinns und Gesellschaft und Politik bilden unseren Ideen-Pool, seit dem ersten Vogt der Matrosen, Kapitän Albert Schlemmer. Das reicht von den weiß-roten Ringelhemden mit Papiermützen bis zu den heutigen blauen Jacken mit weißen Hosen, Navy-Cap mit rotem Bommel, samt weiß uniformiertem Kapitän und einer Flut aufwendiger und preisgekrönter Umzugsthemen. Von Peterchens Mondfahrt über Dreisamflößer, Schwimmbadbau, Samba-Gruppe, Gemeindereform bis zum Papstbesuch 2011. Die Brandung sprich Auswirkungen dieser Wogen genießt das närrische Volk seit Beginn der Bunten Abende 1953 im Kinosaal des Hotel "Löwen" und ab 1966 bei den Brauchtumsauftritten im Kurhaus Kirchzarten samt aller überraschender Umzugs-Sujets.

BZ: Und was bietet der Jubiläumsumzug am Sonntag, 19. Februar, 14 Uhr?

Beck: Das bleibt bis zum Auftritt unser gut gehütetes Geheimnis!

BZ: Ihr Leuchtturm steht nach Schließung des Gasthauses "Hirschen" inzwischen vor dem Hotel Fortuna und kennzeichnet Machtübernahme und "Hafenkneipe". Was steht für 60 Jahre Brigitti-Matrosen?

Beck: Die intensive Pflege der Fasnet im Dreisamtal. Verbunden mit Umzügen und Auftritten sind die Namen von Zimmermeister Wolfgang Rombach – zum Leidwesen der Angestellten belagern die Matrosen vor Fasnet die ganze Werkstatt – und unseres Organisators Hansi Strecker zum Auftritt der Matrosen am Schmutzige Dunschdig. Unsere Gemeinschaft trifft sich aber auch ganzjährig zu Ausflügen, Bike-Touren und zum monatlichen Stammtisch.

BZ: Wie viele Matrosen zählt Ihr Nest aktuell?

Beck: Von anfangs 16 Matrosen und etwa 30 in den 80er Jahren sind wir im Jubiläumsjahr auf 42 Matrosen gewachsen. Unsere "scharfe Matrosentaufe" haben bisher alle überstanden.

Autor: ro