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06. Februar 2012

Gerätehaus

Baumängel bei der Feuerwehr - Schlauchturm muss saniert werden

Gemeinderat Kirchzarten bewilligt Haushaltsmittel in Höhe von 80 000 Euro für das Feuerwehrgerätehaus.

  1. Der Schlauchturm am Feuerwehrgerätehaus in Kirchzarten (links im Bild) weist Schimmel auf und muss saniert werden. Foto: Markus Donner

KIRCHZARTEN. Bausünden rächen sich. Diese Erfahrung macht jetzt die Gemeinde Kirchzarten, die die schlampige Ausführung beim Bau des Schlauchturms am Feuerwehrgerätehaus teuer bezahlen muss. Der Sachverständige hat am Turmgebäude gravierende Mängel festgestellt. Für die Beseitigung müssen rund 80 000 Euro ausgegeben werden.

Mit den baulichen Mängeln am Schlauchturm hat sich bereits der Bau- und Umweltausschuss befasst und empfiehlt die Sanierung. Anfang Mai 2011 erhielt das Bauamt der Gemeinde von der Feuerwehr Kirchzarten den Hinweis, dass der Schlauchtum des Gerätehauses seit geraumer Zeit von Schimmel befallen sei. Die Ausbreitung sei nicht mehr aufzuhalten und eine Inspektion durch den Technischen Dienst unter Einbeziehung eines Sachverständigen der Firma Gb&t GmbH in Eichstetten habe ergeben, dass der Schimmel – es handelt sich dabei um den Pilz Cladosporium cladosprioides – in den oberen drei Geschossen zu lokalisieren sei. Mit einer Wärmebildkamera und Messungen der Oberflächentemperatur einzelner Bauteil des Turmgebäudes bestätigte sich bauphysikalische Mangel.

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Seine Ursache hat der Schimmelbefall laut Gutachten des Sachverständigen im Verzicht auf die eigentlich geplante Dämmung des Turmes, für den der Luftaustausch über eine permanente Kipplüftung erfolgt. Außerdem seht das Tor zur Gerätehalle im Erdgeschoss regelmäßig offen.

Nach dem Dafürhalten des Bausachverständigen ist die Luftwechselrate im Turm unzureichend. Dies habe wiederum zur Folge, dass die Trocknung der Feuerwehrschläuche viel zu lange dauere. Die Wände im oberen Bereich des Schlauchturmes kühlen durch klimatische Einflüsse schneller ab als unten. Bürgermeister Andreas Hall führt einen Planungsfehler bei der Konstruktion des Turmes ins Feld und bedauert, dass der damals für den Bau des Feuerwehrgerätehauses beauftrage Generalunternehmer inzwischen pleite sei.

Dem Gemeinderat lagen drei unterschiedliche Vorschläge für die Sanierung des schadhaften Turmes vor. Kostenspanne: 80 000 bis 200 000 Euro. Bei der kostengünstigsten Variante handelt es sich um eine Sanierung der Oberflächen im Innenraum des Schlauchturmes in Verbindung mit dm Einbau eines Lüftungssystems sowie einer Oberflächentemperierung. Der Gemeinderat folgte diesem Vorschlag auch im Hinblick auf die Betriebskosten.

Autor: Markus Donner