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17. Februar 2017 16:00 Uhr

Erweiterung des Seniorenzentrums Oskar-Saier-Haus

Caritas plant Neubau für Tagespflege in Kirchzarten

Das Seniorenzentrum Oskar-Saier-Haus in Kirchzarten soll um einen Neubau erweitert werden. Dafür möchte der Caritasverband Breisgau-Hochschwarzwald 3,6 Millionen Euro investieren. Die Einweihung ist für 2019 geplant.

  1. So soll das neue Gebäude einmal aussehen (Teilansicht). Foto: Architekt

  2. Erweioterungsbau aus dem Jahr 2011. Foto: Markus Donner

  3. Erweiterung 2011 Foto: Markus Donner

  4. Altbestand im modell Foto: Markus Donner

  5. Erweiterungsbau 2011 Foto: Markus Donner

KIRCHZARTEN. Der Caritasverband Breisgau-Hochschwarzwald wird seinem Seniorenzentrum Oskar-Saier-Haus auf einen 3,6 Millionen Euro teuren Neubau angliedern, um künftig in Kirchzarten auch Tagespflege anbieten zu können. Das Projekt nach Plänen des Freiburger Architekturbüros Huller & Scheld findet die grundsätzliche Zustimmung, allerdings muss der gültige Bebauungsplan "Kreisalten- und Pflegeheim" aus dem Jahr 1992 den Erfordernissen angepasst werden.

In öffentlicher Sitzung am Donnerstag im großen Kursaal stellte Stefanie Burg vom Freiburger Stadtplanungsbüro Fahle die Merkmale des geänderten Bebauungsplanes vor. Wie sie dabei betonte, ändere sich die Art der bauliche Nutzung für das Sondergebiets für eine Gemeindebedarfseinrichtung. Wie dem Gemeinderat bereits im Juni 2016 zu Kenntnis gegeben, beabsichtigt der Eigentümer des Seniorenzentrums, der Caritasverband Breisgau-Hochschwarzwald, seine Anlage in Kirchzarten um eine Tagespflegeeinrichtung mit insgesamt 20 solitären Plätzen zu erweitern. Ferner sollen in dem dreigeschossigen Neubau auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Areal an der Albert-Schweitzer-Straße im Erdgeschoss auch Räume für eine Kinderbetreuung entstehen. Im 1. Obergeschoss sind ein Caritasbüro, barrierefreie Wohnungen für Senioren oder Menschen mit Pfegebedarf/Behinderung geplant. Für das 2. Obergeschoss sind weitere Wohnungen, ein Schwesternkonvent für Ordensfrauen und eine Mitarbeiterwohnung vorgesehen. Keller- und Nebenräume sollen im Untergeschoss untergebracht werden. Darüber hinaus sollen neue oberirdische Garagen und überdachte Stellplätze hergestellt werden.

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Wie Burg im Rat ausführte, werde die zulässige maximale Gebäudehöhe im Vergleich zum Bestandsplan um zwei Meter erhöht. Innerhalb des Baufensters sei damit eine Gebäude von bis zu zehn Meter Höhe zulässig. Beeinträchtigungen für das Orts- und Landschaftsbild ergäben sich daraus nicht. Die Ausführung mit einem begrünten Fachdach beziehungsweise fachgeneigtes Dach bezeichnete die Planerin als "städtbaulich zeitgemäß".

Das Gebäude passe sich gut in seine Umgehung ein und sei zukunftsorientiert, befand Maxi Glaser (CDU). Peter Meybrunn bezeichnete das mit beachtlichen Zuschussmitteln der Gemeinde bedachte Oskar-Saier-Haus als wichtige Einrichtung in Kirchzarten. Wenn der Träger, der das Haus vom Landkreis übernommen habe, seine Betreuungs- und Pflegeangebote erweitern wolle, könne das nur begrüßt werden. Von einem Projekt, das viele neue Chancen für ältere Menschen eröffne und für das pflegende Angehörige dankbar sein werden, sprach Hannelore Schult (Grüne). Wo jetzt gebaut werden soll, sei schon immer eine Erweiterungsfläche ausgewiesen gewesen. Peter Spiegelhalter bezeichnete das Bauvorhaben, das sich sehr gut einfügen werde, als "weiteren Mosaikstein in der Daseinsvorsorge im Oskar-Saier-Haus". Dem Verfahren zur 1. Änderung des Bebauungsplans stimmte der Gemeinderat vorbehaltlos zu, der Vorentwurf wurde gebilligt.

Das 1959 in Betrieb genommene Kirchzartener Seniorenzentrum hat der Caritasverband Breisgau-Hochschwarzwald im Jahr 2004 von Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in seine Trägerschaft übernommen. Das Gebäude war im Laufe der Zeit mehrfach erweitert und auf die veränderten Bedürfnisse und Erwartungen ausgerichtet worden, zuletzt vor sechs Jahren. Das Oskar-Saier-Haus hat inzwischen ausschließlich Einzelzimmer und verfügt über 123 stationäre Dauerpflegeplätze, die vor allem den Menschen aus dem Dreisamtal zur Verfügung stehen. Einer der drei neuen Pflegewohnbereiche ist für Demenzkranke eingerichtet. Die bestehenden sechs Tagepflegeplätze sollen später in Neubau verlegt werden. Der Baubeginn ist im Januar 2018 geplant.

Autor: Markus Donner