"Erstmals mit Live-Musik am Feuer"

Louis Groß

Von Louis Groß

Di, 04. September 2018

Kirchzarten

BZ-INTERVIEW mit Bela Hagel vom Organisationsteam des Festivals von "Rock am Bach" im Engenwald in Kirchzarten.

KIRCHZARTEN. Es ist wieder soweit: Am Freitag und Samstag, 7. und 8. September, findet das Musikfestival "Rock am Bach" in Kirchzarten statt. Über die Höhepunkte, Neuerungen und Erwartungen hat Louis Groß mit Bela Hagel gesprochen. Er ist einer der Organisatoren des Festivals.

BZ: Was erwartet die Besucher von "Rock am Bach" dieses Jahr?
Hagel: Wir haben, wie die vergangenen Jahre auch, wieder ein buntes Line-up zusammengestellt. In diesem Jahr wird es aber ein wenig rockiger – so werden wir dem Namen immerhin ein bisschen gerecht (lacht). Zum ersten Mal haben wir Live-Musik am Feuer. Dort spielen an einem Abend die Haiducken, das ist am Freitag. Am Samstag spielt dort Gigolo Reinhardt. Ich glaube, dass das ein Höhepunkt sein wird. Zum ersten Mal gibt es auch Vegane Burger und Eistee im Bewirtungsangebot. Von Jung bis Alt sind alle willkommen.

BZ: Wie laufen die Vorbereitungen?

Hagel: Gut. Die Bands sind mit allen Informationen versorgt. Am Dienstag beginnen wir mit dem Aufbau. Wir haben dieses Jahr wieder viele junge, engagierte Helfer dabei.

BZ: Wie viele Besucher erwarten Sie?

Hagel: Zwischen 600 und 700 Gästen pro Abend. Ich denke, wenn es nicht regnet, wird es in dieser Größenordnung liegen. Wenn es richtig gut läuft, haben wir vielleicht auch 800 auf dem Platz. Wenn nicht, so wie vergangenes Jahr, könnten es auch nur um die 400 bis 500 werden. Die Tatsache, dass das Wetter einen so großen Einfluss spielt, ist immer sehr aufreibend. Es kann theoretisch sein, dass es komplett ausfällt, wenn es zum Beispiel blitzt. In finanzieller Hinsicht ist das natürlich schon richtig übel – wir haben einige Kosten, die wir dann trotzdem decken müssten. Aber auch für einen selbst wäre das enttäuschend. Die Möglichkeit, dass die Arbeit der letzten Monate mehr oder weniger für die Katz gewesen sein könnte, das löst schon Stress aus.

BZ:
Was sind Ihre persönlichen Festival-Highlights?

Hagel: Auf Birth of Joy freue ich mich sehr. Die Band erinnert ein bisschen an The Doors. Ich finde es schön, mal was Rockiges zu haben – gute Gitarrensoli und richtige Wucht. Am Samstag gibt es noch Harvey Rushmore and the Octopus. Mir fällt es schwer, die Musik in Worte zu fassen, aber wenn man so will, machen die einen recht düsteren Sound, mit viel Delay, stilistisch in Richtung Psychedelic- oder Krautrock einzuordnen. Außerdem wird Gigolo Reinhardt sicherlich toll, zum einen wegen der Atmosphäre am Feuer und weil ich Gypsy-Jazz mag. Viel Spaß bringt bestimmt auch Mama Magnet, die auf der Bühne immer viel improvisieren. Diese Verspieltheit zeichnet die Band auch aus – alles super Musiker.

Bela Hagel (24) Grafikdesigner und Musiker, ist in Kirchzarten aufgewachsen. Seit fünf Jahren gehört er zum engeren Organisationsteam von "Rock am Bach". Mit dem Festival ist er über das Jugendzentrum verbunden, das die Veranstaltung schon vor etlichen Jahren als Angebot für die jüngere Generation im Dreisamtal initiiert hat.