Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
27. September 2011
Für Technik und Naturwissenschaften begeistern
Zwei Jungakademiker des Berufsorientierungsprogramm "Coaching4future" zu Gast an der Realschule am Giersberg in Kirchzarten.
KIRCHZARTEN. Dass Naturwissenschaften interessant sein können, konnten einige Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der Realschule am Giersberg hautnah miterleben: Im Rahmen des Projekts "Coaching4Future" der Landesstiftung Baden-Württemberg lernten sie Interessantes über Studienfächer und Berufe aus dem sogenannten "Mint"-Bereich. Das steht in diesem Fall nicht für eine Geschmacksrichtung oder eine Farbe, sondern für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.
Dass moderne Prothesenherstellung weit mehr als 20 Berufsbilder beinhaltet, erstaunte die Klasse 9a. Eine Multimedia-Präsentation und zwei quicklebendige Jungakademikerinnen lenkten den Blick von Neunt- und Zehntklässlern der Realschule auf berufliche Perspektiven. Der erste Schritt ist und bleibt, sich persönlich viele Gedanken über die eigenen Stärken, zukunftsträchtige Branchen, Ausbildungswege und Branchen zu machen, betonten die beredten Informantinnen, Henriette Gruber und Agnes Heinemann.
Selbst durften die jungen Zuhörerklassen ihre Themenauswahl treffen. Jeweils zwei Schulstunden hielt sie das "Coaching4future"-Projekt samt interaktiver Experimente und innovativer Exponate, gefangen. Gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte sind in allen Bereichen unverzichtbar, wissen die beiden Diplombiologinnen, die mit vier weiteren Kollegen in Coaching-Teams landesweit an Gymnasien, Real-, Werkreal- und Hauptschulen, auf Messen und Berufsinfo-Tagen informieren, auch in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit.
Werbung
"Deine Zukunft ist Deine Wahl", unterstrichen die beiden Geobiologinnen und rieten den jungen Menschen, nur gut vorbereitet durchzustarten. Eine spezielle MINT-Stellenbörse gibt Auskunft über Schnupperpraktika, Werkstudienstellen, Bachelor- oder Masterarbeitsthemen und Stellen für Berufseinsteiger.
Ein verblüffendes Experiment lockerte zwischendurch die angespannten Gehirne: Vier Jungs platzierten sich so auf vier Stühlen, dass sie mit den Füßen festen Stand am Boden hatten und sich jeder rückwärts jeweils auf die Oberschenkel des Stuhlnachbars legte. Vier Mädchen zogen vorsichtig den Stuhl unter ihnen hervor – und siehe da, das verwobene Gebilde erwies sich als tragfähig. Entsprechend der Lehre Leonardo da Vincis, dessen Konstruktionstechnik bis heute Kuppeldächer und Brückenbau beeinflusst, gelingt dieses Experiment.
Zurück in die Gegenwart holten wasserabweisende Textilien, feuerabweisende Rennfahrerschuhe, das Experiment zur Herstellung künstlicher Haut und ein Blick hinter die Kulissen auf das wahre Gesicht gestylter "Schönheiten" – samt dazugehöriger Ausbildungsmöglichkeiten. Ein großes Thema war die Frage, wie unser Leben in der Zukunft aussehen wird. Um dies zu verdeutlichen, zeigte sie den Schülerinnen und Schülern Beispiele neu entwickelter Technologien aus den Bereichen Lifestyle und Unterhaltung. Wohnungen mit Kühlschränken, die Fehlendes selbstständig nachbestellen, soll es da geben, aber auch Licht- und Wärmequellen, die durch die Hauttemperatur gesteuert werden.
In ihrer Berufsorientierung unterstützt werden die Schüler durch ein zum Programm gehörendes Internetportal. Hier können frühzeitig Kontakte zu Hochschulen und Ausbildungsstellen geknüpft und die Eignung für den MINT-Bereich kann getestet werden. Die Realschüler jedenfalls waren beeindruckt.
Autor: Monika Rombach
