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06. September 2010
Partylaune bei "Rock am Bach"
Ob Reggae, Metall, Punk oder Rockabilly – beim Event der Jugendzentren Kirchzarten und Burg kommen alle auf ihre Kosten.
KIRCHZARTEN. Was woanders "Rock am See" oder "Rock am Ring" heißt, das heißt im Dreisamtal "Rock am Bach". Einmal im Jahr veranstalten die Mitarbeiter der Jugendzentren Kirchzarten und Burg im Kirchzartener Engenwald ein Openair-Festival, das in der ganzen Region bekannt ist und Künstler von nah und fern anlockt.
"Rock am Bach rockt", lautet das Urteil von Tim Beam. Der Sänger muss es wissen. Schon zum dritten Mal tritt der Frontmann der gleichnamigen Hardrockband "Tim Beam" im Dreisamtal auf, das letzte Mal war vor neun Jahren. Und er hat nur gute Erinnerungen an das Openair-Event.Aber seit wann gibt es das Kirchzarter Festival eigentlich? Jonas Gottschall weiß es selbst nicht ganz genau. "Das gibt es mindestens schon 20 Jahre", erklärt der Mitarbeiter des Autonomen Jugendzentrums Kirchzarten. Früher kam das ab 2001 gemeinsam mit dem Autonomen Jugendcenter Burg organisierte Festival eher sporadisch und in unregelmäßigen Abständen zustande. Seit vier Jahren lädt das Dreisamtal einmal im Jahr zu Musik und Party unter freiem Himmel. "Wir wollen uns mit dem Festival etablieren", erklärt Gottschall.
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An die 900 Besucher nicht nur aus Kirchzarten, sondern auch aus Freiburg und der Region strömen jedes Jahr auf das idyllisch gelegene Engenwaldgelände. "Für das Jugendzentrum ist das eine sehr gute Aktion", meint Gottschall. Aber auch die Kirchzarter Einwohner profitierten davon. "Wir möchten einen Beitrag zum kulturellen Angebot in Kirchzarten leisten und für Abwechslung sorgen", meint Gottschall. Wenn es nach ihm ginge, würde das Festival länger als einen Nachmittag gehen, schließlich brauchen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Jugendzentrums allein für den Aufbau zwei Tage. Für besonders positiv hält Gottschall die Zusammenarbeit mit der Kirchzarter Gemeinde und die Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren.
Mit der Auswahl der Bands wollten die Veranstalter bewusst ein breites Publikum ansprechen. "Im vergangenen Jahr war vielen Besuchern die Musik zu einseitig", erklärt Gottschall, der weiß, dass viele auch wegen der Atmosphäre kommen. Von südländischen Reggae-Tönen über Metall bis hin zu Rockabilly reichte denn auch das Repertoire der Bands, von denen einige regional, andere aber auch überregional bekannt sind. Neben der Reggae-Band "Panama Riddim Section" und der Band von Tim Beam gaben sich die "Madis’son Brass Band" und "Fall in Grace" die Ehre. Hatten besonders Tim Beam und die Musiker der Freiburger "Riddim Section" das Publikum am Abend in Fahrt gebracht, war die Stimmung mit dem Auftritt der "Frantic Flinstones" auf ihrem Höhepunkt. Zu vorgerückter Stunde sorgten die exzentrischen Musiker der englischen Band, die als Top Act auf dem Programm stand, mit einer eigenwilligen Mischung aus Punk und Rock für Partylaune.
Mit der Resonanz vom Publikum waren die Künstler des Abends sehr zufrieden. "Wir hatten einen guten Auftritt", meinen die Musiker von "Fall in Grace" im Anschluss an ihr Konzert. Den aus Heidelberg angereisten Musikern gefällt die Atmosphäre des Festivals besonders. Nicht nur die Musik und der Klang seien besonders, meinen Christo Hummels, Chris Haselbach und Etienne Höllig. Auch die Organisation lasse nichts zu wünschen übrig. "Wir fühlen uns sehr gut betreut", lautet das einmütige Kompliment der Heidelberger an die Veranstalter.
Chris Haselbach hat es derweil die Verpflegung im Backstage-Bereich angetan. "Ich habe noch nie einen so vollen Kühlschrank gesehen", freut sich der Bassist der Band.
Autor: Axel Dröber
