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01. Februar 2012
Spende kommt Indienprojekt zugute
1100 Euro vom Projektchor "Bergweihnacht" für die Pfarrgemeinde St. Gallus Kirchzarten.
KIRCHZARTEN. Erstmals gastierte der Projektchor "Bergweihnacht" des Männerchores Hochfirst Titisee-Neustadt vergangenen Dezember in der Kirche St. Gallus in Kirchzarten.
Mit der Innigkeit alpenländischer Advents- und Weihnachtsweisen berührt und verzaubert der Projektchor bei seinen Auftritten in Kirchen und Sälen unzählige Menschen. Mit einem begeisterten Publikum erlebten die Sänger unter der Gesamtleitung von Musikdirektor Robert Mayr zusammen mit der Frauen-Zithergruppe, der neunköpfigen Bläsergruppe der Stadtmusik Neustadt, dem Alphorntrio "Alphornwälder", den Gesangssolisten Stefanie Lickert, Lisa Stöhr und Alfred Bucherer sowie den Instrumentalsolisten Josef Rombach und Hans-Peter Lais ihren Kirchzartener Auftritt.
Statt Eintritt erbat die "Bergweihnacht" beim 51. Konzert um Spenden. 3900 Euro aus der Gesamtsumme wurden für Projekte in den Auftrittsorten Furtwangen, Titisee-Neustadt und Kirchzarten zur Verfügung gestellt. 1100 Euro überreichten der musikalische Leiter und Dirigent Robert Mayr, Vorsitzender Arnold Löffler, Zweiter Vorsitzender Rüdiger Schwarz und Manfred Schwald, Leiter der Bläsergruppe der Stadtmusik Neustadt, an die Gemeindereferentin der Seelsorgeeinheit Kirchzarten, Marianne Bill.
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Groß war die Freude, denn das Geld ist nun Teil der bitter nötigen10 000 Euro für einen neuen Krankenwagen im fernen Indien. "Seit 30 Jahren investiere ich hier zugunsten von Hilfe zur Selbsthilfe in Menschen", beschreibt Marianne Bill das von ihr persönlich betreute Hilfsprojekt im Dschungelgebiet des Nordindischen Bundesstaates Jharkhand, in Nanesera, "wo wirklich jeder Cent ankommt!"
Die indischen Ureinwohner sind überwiegend Christen. Fünf Franziskanerinnen arbeiten in diesem wirtschaftlich gänzlich rückständigen Gebiet in Schule und Basisgesundheitsstation. Erst im Juni 2011 erhielt es Stromanschluss. Um ärztliche Versorgung zu erhalten, müssen mindestens 50 Kilometer durch zumeist unwegsames Gelände bewältigt werden. Ob Impftermine, Entbindungen oder lebensrettende Operationen – ein Krankenwagen wird dringend gebraucht. Noch immer verdienen Frauen dort durch Tauschhandel mit Bananen, Tomaten und Reis den Unterhalt für ihre Familien. Hilfe zur Selbsthilfe initiierte die Gemeindereferentin, in dem die Bewohner neue Webtechniken erlernen konnten. Die damit gefertigten feinen Schals verkauft Marianne Bill auch in Kirchzarten. "Es sind starke Frauen und es ist unglaublich, was auf ihren Schultern ruht", staunt sie immer wieder.
Autor: Monika Rombach
