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26. April 2017

Klassik-Weltklasse

Die Freiburger Albert-Konzerte in der Spielzeit 2017/18.

  1. Pultstar aus Mailand: Riccardo Chailly Foto: Silvia Lelli/Decca

Es beginnt gleich mit ein paar sinfonischen Kolossen: Zum Auftakt des 22. Konzerthaus-Zyklus der Freiburger Albert-Konzerte ist am 16. September die Filarmonica della Scala – das Orchester der Mailänder Scala – unter ihrem Chef Riccardo Chailly hier erstmals zu Gast. Und im Gepäck haben sie Ottorino Respighis monströse Tondichtungen "Fontane di Roma" und "Pini di Roma". Auch der Solist des Abends ist ein Großer: Leonidas Kavakos spielt Brahms’ Violinkonzert.

Nur ein Weltklasse-Konzert von vielen der Saison 2017/18. Erstmals in Freiburg tritt auch das Projektorchester Les Siècles auf, das gleichzeitig ein Wiedersehen mit seinem Gründer und Leiter François-Xavier Roth beschert. Der ja der letzte Chefdirigent des einstigen SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg war. Berlioz’ "Harold en Italie" (mit Tabea Zimmermann als Solistin) und Beethovens Fünfte werden sie spielen – auf Originalinstrumenten. Interessantes verspricht auch der Auftritt des türkischen Pianisten Fazil Say – Ehrenpreisträger des Freiburger ZMF. Er interpretiert mit der Camerata Salzburg Werke von Mozart und aus eigener Feder. Ein Wiedererleben gibt es mit der Pianistin Martha Argerich und der Kremerata Baltica.

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Auch sein Freiburg-Debüt gibt das St. Petersburger Mariinsky-Orchester. Unter Leitung seines Chefs Valery Gergiev erklingen Werke von Debussy, Rachmaninow und Tschaikowsky, Solist ist der Pianist Denis Matsuev. Und erstmals zu Gast bei Albert ist auch das Hallé Orchester Manchester, das in diesem Jahr sein 160-jähriges Bestehen feiern kann. Auf dem Kontinent wurde es in den Jahren zwischen 1992 und 2000 populär, als Kent Nagano sein Chef war. Unter seinem derzeitigen Chefdirigenten Mark Elder gastiert es mit der Klarinettistin Sabine Meyer. Auftritte des London Philharmonic und des Waseda Symphony Orchestra Tokyo runden den Konzerthaus-Zyklus ab.

Beim Kammermusik-Zyklus stehen zwei Klavierabende auf dem Programm: Murray Perahia wird mit Bach, Beethoven und Schumann im Konzerthaus auftreten; Mikhail Pletnev widmet sich Rachmaninow. Mit diesem Konzert kehren die Albert-Konzerte erstmals in den dann frisch renovierten Paulussaal zurück. Weitere Höhepunkte: Albrecht Mayer, Solooboist der Berliner Philharmoniker, konzertiert zusammen mit den Musici di Roma; das Armida-Quartett tritt mit dem Pianisten Kit Armstrong auf.

Spannende Programme haben auch die Trios Jörg Widmann, Tabea Zimmermann und Dénes Várjon sowie Vadim Gluzman, Johannes Moser und Yewgeny Sudbin im Gepäck. Fortgesetzt wird die Kooperation mit dem Studium generale, unter anderem mit Igor Kamenz und einer Russischen Klaviernacht. Beim Weihnachtskonzert warten das Kammerorchester Basel und der Countertenor Franco Fagioli mit einem Händel-Programm auf. Und die Cellistin Sol Gabetta und der Pianist Bertrand Chamayou bestreiten ein weiteres Sonderkonzert im Konzerthaus. Unterstützt und gefördert wird dieser Abend vom Verein der Freunde und Förderer der Albert-Konzerte, der gerade ins Leben gerufen worden ist.

Weitere Infos unter http://www.albert-konzerte.de

Autor: Alexander Dick