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03. Juli 2012 21:37 Uhr

Sparprogramm

Salomon überlegt finanzielle Beteiligung an SWR-Orchester

Freiburg Oberbürgermeister Dieter Salomon hält eine finanzielle Beteiligung der Stadt an den SWR Sinfonieorchestern für durchaus denkbar. Voraussetzung sei, dass sich auch andere Kommunen finanziell engagieren

  1. Freiburg Oberbürgermeister Dieter Salomon hält eine finanzielle Beteiligung der Stadt an den SWR Sinfonieorchestern für durchaus denkbar. Foto: Ingo Schneider

Das sagte er am Dienstag nach einem Gespräch mit SWR-Intendant Peter Boudgoust. Der vom SWR gesetzte Zeitrahmen bis zur nächsten Rundfunkratssitzung Ende September sei allerdings außerordentlich knapp bemessen. In dieser kurzen Phase – noch dazu, da die Ferienzeit unmittelbar bevorsteht – könnten sich kaum alle entscheidenden Gremien mit der Frage beschäftigen.

Der Südwestrundfunk will im Rahmen seines Sparprogramms bei den Orchestern dauerhaft fünf Millionen Euro im Jahr kürzen. Dies würde in der Konsequenz eine Zusammenlegung des Sinfonieorchesters Baden-Baden/Freiburg (SO) und das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (RSO) bedeuten. Dies wird von der Stadt Freiburg abgelehnt. Das SO habe einen herausragenden Stellenwert für die kulturelle Attraktivität der Stadt und der Region. Als Lösungsvorschlag war eine GmbH-Lösung ins Spiel gebracht worden, bei der sich neben dem Sender auch die Kommunen finanziell einbringen könnten.

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Autor: dpa/BZ


17 Kommentare

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Ilse Schmidt

Registriert seit: 31.07.2010

Kommentare: 305

03. Juli 2012 - 22:14 Uhr

äääääähhhhh, der Steuerzahler hat die Orchester doch bereits durch die Rundfunkgebühr zur Genüge bezahlt, oder? und jetzt soll er sie NOCHMALS bezahlen via die Stadtfinanzen? Wenn das nicht stinkt...

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Dominik Wei-Fieg

Registriert seit: 03.07.2012

Kommentare: 2

03. Juli 2012 - 22:28 Uhr

Natürlich hat Herr Boudgoust dafür gesorgt, dass der Zeitraum zu Eng gesteckt ist. Sonst könnte er ja sein großes Ziel, ein Orchester aufzulösen, nicht erreichen.
Frau Schmidt: man muss schon zwischen GEZ und Steuer unterscheiden. Und in diese Situation kommt die Stadt ja nur, weil der SWR seinen Kulturauftrag nicht mehr so wahrnehmen will (er könnte ja, bei den Orchestern lässt sich eh im Vergleich nicht viel sparen, und für Sportrechte und Volksmusik ist viel Geld da).

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Fabio Rossi

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 112

04. Juli 2012 - 08:58 Uhr

Herr Salomon, geht's eigentlich noch, dass der Steuerzahler jetzt auch noch für ein Sinfonieorchester zahlen soll??

(Falls ja: Bitte kaufen Sie gleich noch 'ne Death-Metall-Gruppe, eine Punk-Band und was Rockiges dazu, mit viel E-Gitarre und so.

Nicht jeder steht auf Wagner und Mozart und so nen Zeug.)

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Peter Schneiderhahn  

Peter Schneiderhahn

Registriert seit: 25.11.2011

Kommentare: 503

04. Juli 2012 - 09:14 Uhr

Die Rundfunkgebühren sind zwar in der Tat keine Steuer, aber eben auch eine 'Zwangsabgabe'. Mit dieser sind Verpflichtungen insbesondere im kulturellen Bereich verbunden, denen die öffentlichen rechtlichen Sender nachkommen sollten. Hier wird aber einseitig gespart beim SWR und Mainstreaminhalte erhalten, die auch von anderen (privaten) Sendern abgedeckt werden.

Daher ist es unverständlich, dass nun zusätzlich noch Steuergelder eingesetzt werden sollen für etwas, dass schon zur Genüge mit den Rundfunkgebühren abgedeckt ist. Hr. Boudgoust sollte seinen Auftrag und die Ausrichtung des Senders nochmals klar überdenken!

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

04. Juli 2012 - 09:58 Uhr

Im Gegenzug stellt sich für mich die Frage was an einer Zusammenlegung so Schlimm sein soll. Wieviele Veranstaltungen halten die Herren Berufsmusiker ab? Wäre es nicht besser jeder Standort hat zukünftig weniger Veranstaltungen dafür kommen dann auch ein paar Zuhörer.

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Uwe Drescher

Registriert seit: 08.07.2009

Kommentare: 713

04. Juli 2012 - 10:02 Uhr

@Herr Diehr: "Die Herren Berufsmusiker" Was soll den diese despektierliche Äußerung?
Genau aus solchen Ansichten resultiert unser unsäglicher Umgang mit Künstlern in unserer Gesellschaft. Nur weil manche nicht akzeptieren können, dass auch Kunst und Kunstschaffende einem ordentlichen Beruf nachgehen. Da geht einem wirklich die Hutschnur hoch. Wenn wir Berufe nur noch danach bemessen, welchen ökonomischen Nutzen sie erbringen, sind wir bald ein ganz armes Land.

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Martin Diehr

Registriert seit: 16.01.2012

Kommentare: 275

04. Juli 2012 - 10:18 Uhr

Man könnte auch Profimusiker Schreiben.

In Freiburg wird schon jetzt überdurchschnittlich viel für Kultur ausgegeben (mag ja auch Berechtigt sein). Jetzt sollen weiter Mio. dazu kommen. Auf der anderen Seite lässt man z.b den SC mit seiner Stadionproblematik an der langen Leine Verhungern.

Irgendwo passt es nicht mehr zusammen bzw. ein gewisses Kulturklientel nimmt für sich sämtliche Vorzüge in Anspruch dem man den anderen verweigert.

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Martin Braun

Registriert seit: 12.11.2010

Kommentare: 145

04. Juli 2012 - 12:11 Uhr

In der Spielzeit 2010-2011 konnte das Theater Freiburg 10.000 Besucher mehr verzeichnen und somit rechnerisch gesehen die Subvention der Einzelkarte reduzieren.

Leider liegen uns keine genauen Zahlen vor, aber grob gerechnet wird auf Grundlage dieser Zahlen ein Platz mit knapp 100 Euro subventioniert.

Eins ist klar, nirgends bekommt man bei einer Ausgabe von Geld soviel Zuschuss von der öffentlichen Hand.

Würde dieser Zuschuss auf die Karte dem SC Freiburg gewährt (Was natürlich Quatsch ist) würde die Förderung für ein Spiel mit 24.000 Gästen dem Verein 2.400.000 Euro pro Spiel bringen und im Jahr (17 Heimspiele in der Bundesliga) die astronomische Summe von 40.800.000 Euro.

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Susanne Fandol

Registriert seit: 04.07.2012

Kommentare: 1

04. Juli 2012 - 14:53 Uhr

Zur Information:
1. Der Gesamthaushalt des SWR liegt bei über 1,2 Milliarden - Sie finanzieren also mit Ihren Gebühren die Orchester nur zu einem ganz geringen Teil. Auch wenn Sie nur einen SWR-Sender hören, finanzieren Sie die anderen mit. Das geht uns allen so. Das ist Gesellschaft.
2. Wie oft waren Sie denn im Theater und in den Konzerten des Orchesters? Eben - nutzen Sie das Kulturangebot!
3. Es ist nicht so, dass das Orchester vor leeren Sälen spielt. Es verfügt über eine gute Auslastung! D.h. das gesellschaftliche Interesse ist da. Darüber hinaus bietet es ein hervorragendes Jugendprogramm.
4. Herr Schneiderhahn, Herr Drescher ich stimme Ihnen zu.
5. Vergessen Sie das alles und lesen Sie hier:

Richard von Weizsäcker

(. . .) Kultur kostet Geld. Sie kostet Geld vor allem auch deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. Vor ein paar Jahren, eben hier in Berlin, habe ich bei einer Ansprache vor dem Deutschen Bühnenverein ausgeführt, dass Kultur nicht etwas sein darf, was die öffentlichen Hände nach Belieben betreiben oder auch lassen dürfen. Substanziell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Haushalte zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich zumeist "Subventionen" nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen. Der Ausdruck lenkt uns in die falsche Richtung. Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert.

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Martin Braun

Registriert seit: 12.11.2010

Kommentare: 145

04. Juli 2012 - 15:10 Uhr

@Susanne Fandol - Sind Sie Kultur Lobbyistin oder arbeiten Sie z.B. in einem Theater?

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Gerd Schwartz

Registriert seit: 03.07.2009

Kommentare: 142

04. Juli 2012 - 15:20 Uhr

@Martin Braun War das nun von Ihnen ein Kommentar zur Sache? Wäre das, was Frau Fandol schreibt, weniger richtig, wenn sie möglicherweise bei einem Theater arbeitet?

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Martin Braun

Registriert seit: 12.11.2010

Kommentare: 145

04. Juli 2012 - 15:29 Uhr

@Susanne Fandol - Komisches Demokratieverständnis, wenn man Kulturförderung nicht hinterfragen darf.

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Martin Braun

Registriert seit: 12.11.2010

Kommentare: 145

04. Juli 2012 - 15:30 Uhr

@Gerd Schwartz - Lesen Sie doch bitte den Text von Frau Fandol,. Sie fordert Leser auf, Texte nicht ernst zu nehmen. Ich glaube so etwas ist in einer Demokratie nicht hinnehmbar und zwar zu keinem Thema.

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Martin Braun

Registriert seit: 12.11.2010

Kommentare: 145

04. Juli 2012 - 15:41 Uhr

Diese Frage stelle ich mir und mit Verlaub, es sei mir erlaubt.

Wieviel Kulturförderung braucht Deutschland noch?

In ihrem Buch "Kulturinfarkt" polemisieren vier Kulturmanager gegen die zahllosen Kultursubventionen des Staates. Trotz mancher Fehler in der Argumentation stellt das Quartett die richtigen Fragen. Von Matthias Heine

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Martin Braun

Registriert seit: 12.11.2010

Kommentare: 145

04. Juli 2012 - 15:52 Uhr

Buchtipp: http://www.welt.de/kultur/article13935146/Wieviel-Kulturfoerderung-braucht-Deutschland-noch.html

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Uwe Drescher

Registriert seit: 08.07.2009

Kommentare: 713

05. Juli 2012 - 07:25 Uhr

@Herr Braun: Wie viel Kultur braucht der Mensch? Ich kann zu dieser Frage nur sagen, ich möchte den realen Versuch einer Gesellschaft ohne Kultur nicht erleben müssen.
Nur weil man die Leistung von Kultur nicht in Geld messen kann, hat sie ihren Wert.
Und dieser ist nicht zu unterschätzen. Gerade für die Entwicklung der Kinder. Und das Dieter Bohlen unser kulturelles, musikalisches Erbe nicht bewahrt ist hoffentlich jedem klar.

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Martin Braun

Registriert seit: 12.11.2010

Kommentare: 145

05. Juli 2012 - 07:48 Uhr

@Drescher - Bitte lesen sie nochmals meine Kommentare! Bitte nicht immer gleich ins extrem verfallen :)

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