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06. Februar 2012
KRITIK IN KÜRZE
Mit einem englischen Programm wartete der Freiburger Uni-Chor zu seinem Wintersemester-Abschlusskonzert in der Freiburger Universitätskirche auf – und mit neuem Leiter: Christian Drengk hat den Posten von Kirsten Galm übernommen. Drengk, der an der Freiburger Musikhochschule studiert, seinem Lebenslauf zufolge auf musikalischem Gebiet aber schon ein alter Hase ist, trat mit unauffälligem, aber sicherem Dirigat auf, führte den Chor zu soliden, interpretatorisch mitunter sehr eingängigen Darstellungen. Ruhig flossen die Werke älterer Meister wie Thomas Tallis und William Byrd, während zwei Anthems von Henry Purcell schon mehr Unruhe brachten – ähnlich wie die "Missa Brevis" von Benjamin Britten, wohl eines der anspruchsvollsten Werke des Abends. Das Stück, das ausschließlich mit Frauenstimmen zu realisieren war (die ohnehin zahlenmäßig das Übergewicht hatten), erwies sich als haklig – namentlich mit den geforderten Spitzentönen. Doch blieb die Darbietung als ganze erfreulich stabil. Hervorragend gelangen die spätromantischen Stücke von Charles Wood und Edward Elgar. Dessen "Ave verum corpus" bestach mit warmem, rundem Gesamtklang und dynamischer Gestaltung. Gleiches gilt von den stilistisch ähnlichen, klanglich überzeugend gestalteten Orgelstücken von Elgar und anderen, die Johannes Lang darbot. Er und ein Trompetentrio aus Musikhochschul-Studierenden (Elisabeth Strake, Maximiliane Jehle, David Mandel) setzten mit Bearbeitungen von Ouvertüren Purcells akustische Glanzlichter.
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Autor: Gero Schreier
