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25. Oktober 2009 12:08 Uhr

Sonderveröffentlichung Kinderlächeln 2009

Kleine Füße suchen Wärme

Viele Kinder kommen mit unpassenden Schuhen in die Kindergärten: Sandalen im Herbst und im Winter, zu kleine oder zu große Schuhe, nur weil es den Eltern an Geld fehlt. Auch Sie können diesen Kindern helfen.

  1. Die Aktion: kein Rezept gegen Kinderarmut, aber für warme Füße. Foto: AWO Freiburg

Es ist ein weiterer kleiner Schritt – weil das große Ziel der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kinderarmut in Freiburg zum Verschwinden zu bringen, weit entfernt scheint: Für ihre neueste Aktion "Kleine Füße suchen Wärme" sucht die AWO gut erhaltene Kinderschuhe. Sie können in 16 Schuhgeschäften abgegeben werden, wo sie überprüft und an die Kindertagesstätten der AWO weitergeleitet werden. Für viele Kinder dort ist es alles andere als selbstverständlich, mit warmen und passenden Schuhen in die kalte Jahreszeit zu starten.

Oft ist an den Füßen zu erkennen, was sonst mit großer Mühe zu verbergen versucht wird: Dass eine Familie arm ist. Dann dauert es lang, bis ein Kind die nötigen Turnschuhe oder Winterstiefel endlich hat, oder es kommt mit Schuhen, die viel zu groß sind, erzählt Regina Kopp, die Leiterin der AWO-Kita Krozinger Straße in Weingarten. "Zum Hineinwachsen", sagen die Eltern, die sich nicht ständig neue Kinderschuhe leisten können.

Das sind bei weitem keine Einzelfälle: Nach Schätzungen der AWO ist in Freiburg jedes fünfte Kind arm, in den AWO-Kitas in Weingarten, Haslach und Landwasser sogar jedes zweite. Umso erleichterter sind der AWO-Geschäftsführer Jack Huttmann und der AWO-Vorsitzende Hansjörg Seeh, dass 16 Schuhgeschäfte die neue AWO-Aktion unterstützen, die auf eine zweite Plakataktion zum Thema Kinderarmut vom Sommer folgt. Für Andreas Pross von "Schuhe Pross" war die Entscheidung mitzumachen gleich klar – umso mehr, weil er kürzlich an der Schule seines Sohnes zufällig erlebte, dass ein kleiner Junge in Strümpfen zur Schule kam, weil er keine Schuhe hatte. Weil die gespendeten Schuhe allein, die von den Schuhexperten gründlich auf ihren Zustand geprüft werden, vermutlich nicht ausreichen, will Andreas Pross 100 Paar neue Kinderschuhe stiften – und auch andere Schuhgeschäfte haben Spenden angekündigt. Wenn nun Plakate in den Schuhläden hängen, erfüllen sie nebenher noch einen zweiten Zweck: Sie sorgen dafür, dass weiter über Kinderarmut diskutiert wird. Und das ist Ziel der AWO.

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Aktionstag: Am Samstag, 31. Oktober, zwischen 11 und 15 Uhr Abgabe von gut erhaltenen Kinderschuhen beim Stand der AWO Freiburg im Erdgeschoss der Schwarzwald-City – und jederzeit in 16 Schuhgeschäften.
Infos: http://www.freiburg-hilft.de oder 0761/45577-22

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Autor: Anja Bochtler