Weiterhin abkochgebot im Kleinen Wiesental

Bakterien im Trinkwasser

Nicolai Kapitz

Von Nicolai Kapitz

Do, 13. Juli 2017 um 10:21 Uhr

Kleines Wiesental

Wie die Gemeinde mitteilt, müssen Bürger in Neuenweg, Bürchau, Raich, Wies, Langensee und Holl das Wasser abkochen. Wegen "coliformen" Bakterien.

Bürger in den Kleinwiesentäler Ortsteilen Neuenweg, Bürchau, Raich mit Nebenorten, Schwand, Demberg und Wies Hauptort, Langensee und Holl müssen das Trinkwasser abkochen. Der Grund: Bei Untersuchungen sind "coliforme Bakterien" gefunden worden. Wie die Gemeinde erst jetzt mitteilt, ist das Trinkwasser bereits seit dem 7. Juli belastet. Die Bürger seien persönlich informiert worden. Bei den Nachuntersuchungen seien nun zwar deutlich weniger dieser Bakterien festgestellt worden. Das Abkochgebot wird trotzdem weiter aufrecht erhalten.

Wie das Landratsamt auf Nachfrage mitteilt, wurden bereits am 6. Juli "mikrobiologische Grenzwertüberschreitungen im Kleinen Wiesental festgestellt". Das Gesundheitsamt vermutet die teils starken Niederschläge in den vergangenen Tagen als Ursache, die belastende Stoffe ins Wasser gespült haben könnten. Denn es seien an den Messgeräten keine technischen Probleme festgestellt worden. Nun wird dem Wasser auf Anordnung des Gesundheitsamtes vorübergehend Chlor als Zusatzstoff zur Desinfektion zugegeben, auch das Trinkwassernetz wurde laut Landratsamt gespült.

Coliforme Bakterien sind laut Gesundheitsamt ein Hinweis auf "fäkale Einträge" im Wasser. Je nach Typus können solche Bakterienkulturen gesundheitsgefährdend sein, vor allem für "abwehrgeschwächte Personen". Das Abkochgebot muss laut Behörde bestehen bleiben, bis das abgegebene Trinkwasser wieder den strengen Qualitätsvorgaben der Trinkwasserverordnung entspricht.

Die Gemeinde werde die Bürger über die Tagespresse und auf der Homepage http://www.kleines-wiesental.eu auf dem Laufenden halten.