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13. September 2017 16:42 Uhr

Unterricht in Turnhalle verlegt

Bauarbeiten blockieren die Grundschule

Weil die Grundschule in Tegernau derzeit saniert wird, hat die Schulleitung den Unterricht kurzfristig in die benachbarte Mehrzweckhalle verlegt. Dort fallen jetzt alle Sportveranstaltungen aus.

  1. Unterricht zwischen Basketballkorb und Bühne. Sport kann dort derzeit nicht ausgeübt werden. Foto: Fabry

  2. Die Schule wird derzeit aufwendig saniert. Die Arbeiten dauern noch einige Wochen an. Foto: Fabry

  3. Fast schon ein Abenteuer für die Kinder: Unterricht in improvisierten Klassenzimmern Foto: Fabry

Eine Woche vor Schulbeginn war in der Nachbarschaftsschule in Tegernau klar: Angesichts der gewaltigen Baustelle ist ein Schulbetrieb niemand zumutbar. Also bildete sich eine Arbeitsgruppe aus Schulleitung, Kollegium und Mitgliedern der Gemeindeverwaltung, um nach einer Lösung zu suchen. Ergebnis: Der Unterricht wird jetzt kurzfristig in die benachbarte Mehrzweckhalle verlegt – "ein gewaltiger Kraftakt", berichtet Rektorin Ursula Kleinedler.

Sämtliche Stühle und Tische, die beweglichen Schränke, Kopierer und alles Schulmaterial mussten zuvor gründlich gereinigt und dann von der Grundschule in die Halle geschafft werden. Die Mitarbeiter des Werkhofs schufen improvisierte Klassenzimmer und eine kleine "Aula", in der die neuen Erstklässler am Freitag herzlich empfangen werden. "Ein riesengroßes Kompliment gebührt unseren Werkhof-Mitarbeitern, unseren Reinigungsfrauen und den Vertretern unserer Verwaltung, allen voran Günther Zimmermann, Claudia Brachlow und Bürgermeister Gerd Schönbett", sagt Ursula Kleinedler bei einem Rundgang durch die Halle. Die Gemeinde hat als Ersatz für Tafeln zusätzlich vier White-Boards angeschafft.

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In der Mensa der umfunktionierten Mehrzweckhalle wurde ein Schulraum für die neuen Erstklässler geschaffen. Auch die Kinder der Klasse 2 haben einen eigenen, abgeschlossenen Raum in der Küche und dem zugehörigen Vorraum.

Für die schon größeren Kinder der Klassen 3 und 4 wurden in der Halle improvisierte Klassenzimmer geschaffen, die durch Stellwände und die in der Mitte gelagerte kleine Aula getrennt sind.

Um für die Empfangsfeier der neuen Erstklässler eine Bühne zu kreieren, konnte auf die Bühnen-Elemente der Halle in Wieslet zurückgegriffen werden. "Der Schulbetrieb verläuft hier wie gewohnt und ohne Probleme", sagt Rektorin Kleinedler. Sie räumt ein, dass es für das Kollegium eine große Herausforderung darstellt. Lehrerzimmer und Verwaltung sind ja immer noch im Schulgebäude. Und eine Schule, die eine große Baustelle ist, stellt besondere Anforderungen an die Aufsichtspflicht der Lehrerinnen und Lehrer, führt die Schulleiterin aus.

Die Behelfs-Schule in der Halle soll voraussichtlich noch bis Ende Oktober in Betrieb bleiben. "Wenn dann die Bauarbeiten abgeschlossen sind, muss erst einmal die ganze Schule gründlich gereinigt und geputzt werden. Und dann muss alles wieder aus der Halle in die Schule geschafft werden, auch keine kleine Aufgabe", so Ursula Kleinedler. "Wir freuen uns schon auf den Umzug in die sanierte Schule", erklärt die Rektorin. Denn man sehe schon jetzt, dass die Räume in der Schule heller und freundlicher geworden seien.

Die Situation in der Halle werde von den Kindern als großes Abenteuer erlebt. "Die Schule geht weiter wie sonst", erzählt Saskia Pfeifer. "Manches ist besser, manches schlechter." Als schlechter erlebt sie, dass die Kinder manchmal von den Bauarbeitern abgelenkt werden, dass sie den Pausenhof nicht wie früher alleine nutzen können und dass es in der Halle mit zwei "Klassenzimmern" manchmal recht laut wird.

Autor: Heiner Fabry