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06. April 2011

Eine musikalische Deutschlandreise

Der Gesangverein Wies lädt ein – und vier Gesangsgruppen und ein großes Publikum kommen zum Liederabend nach Wies / Starker A-Kapella-Auftritt der Jungsänger.

  1. Der Markgräfler Männerchor mit Dirigentin Birte Niemann trug wesentlich zu dem Konzerterlebnis in Wies bei. Foto: osswald

WIES. Auf eine musikalische Reise durch Deutschland hat der Gesangverein "Harmonie" Wies seine Gäste im Dorfgemeinschaftshaus in Wies eingeladen. Als "Reisebegleiter" wirkten die Gastvereine Evangelischer Singkreis Wies, Gesangverein Ried, Gesangverein Langenau und der Markgräfler Männerchor mit und bescherten dem Gastgeber ein volles Haus am Wochenende.

Mit Claudia Götting am Dirigentenpult eröffnete die "Harmonie" das Programm und machte zuerst in Rüdesheim Station, um den Wein und die schönen Mädchen zu besingen. Jungsänger Nikolai Schwald sagte die Lieder an. Aus dem Seemannsliederzyklus "Anker auf" von Otto Groll erklang "Heut’ geht es an Bord", bevor mit "Heimweh" von Freddy Quinn der Schlusspunkt des ersten ansprechenden Auftritts gesetzt wurde.

Unter der Leitung von Dirigent Hilpert erzählten die Langenauer, dass Lieder wie Freunde seien. Neben einem Heimatlied brachten die Sängerinnen und Sänger auch einen "Frühlingsgruß" nach Wies.

Günter Enßle hatte seine Rieder Sänger gut auf den Auftritt in Wies eingestellt und sang mit ihnen vom "braunen Mädchen am Rhein". Ein Heimatlied und die Aufforderung "Sing mit uns" waren die weitere Höhepunkte der Rieder.

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An Stelle des ursprünglich angekündigten Gesangvereins Riedlingen sang der "Markgräfler Männerchor", eine Gemeinschaft von Sängern aus Riedlingen und Umgebung. Engagiert leitete Birte Niemann die Singgemeinschaft, die sich zum Singen alter Lieder trifft. Aus ihrem Repertoire wurden neben "Kamerade" und "Lied unser Band" bekannte Männerchöre wie "Im Weinparadies" angestimmt.

Nach einer Pause wurden die Frauen vom Evangelischen Singkreis mit Beifall auf dem Weg zur Bühne begleitet, da ihr Outfit einiges erwarten ließ. Heidi Schwald erklärte, dass die Dirigentin Agathe Linder ein Potpourri bekannter Lieder zusammengestellt und für fast alle den Chorsatz selbst komponiert hat. An ihrer Stelle dirigierte Claudia Götting die Wieser Frauen. "Wir wollen mit dem etwas anderen Outfit unsere Lieder auch optisch unterstützen", sagte sie, und das gelang dem Singkreis bei seiner Ausfahrt zur Reeperbahn, zu den Nordseewellen, in die Heide, zur Berliner Luft, auf der Schwäbischen Eisenbahn, zum Neckar und ins Wiesental in hervorragender Weise. Der starke Beifall und die Rufe nach einer Zugabe belegten, dass dem Singkreis ein besonders guter Auftritt gelungen war. Der Vorstand des Gesangvereins lobte: "Das war Spitze!"

Auch die fünf Jungsänger der "Harmonie" Robin Giesin, Jonas Schwald, Tobias Giesin, Florian Alznauer und Nikolai Schwald hatten einen starken Auftritt mit einem Lied vom Mann im Mond ("Die Prinzen"), das sie ohne weitere Unterstützung a Kapella darboten. Im zweiten Block des Abends boten die Rieder Sänger ein Schunkellied und ein "Schifferlied" an, wobei der Dirigent das Solo übernahm. Ohne Zugabe durften auch die Rieder nicht die Bühne verlassen… Den Abschluss der gesanglichen Darbietungen gestaltete der gastgebende Verein: Zuerst besang er mit viel Gefühl das "Mädchen in der Heide". Dabei konnten die Jungsänger Tobias Giesin und Nikolai Schwald als Solisten gefallen. Nach der "Sehnsuchtsmelodie" kehrten die Sänger mit "Mein Schwarzwaldmädel" wieder in die Heimat zurück. Als Zugabe machten sie mit dem "Rennsteiglied" noch einen Abstecher in den Thüringer Wald und eine Singgruppe des Vereins erfreute noch mit einer "Bourrée".

Autor: Heinz Oßwald